Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 1-2 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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29 Satz durch Sprüche des Alten Testamentes, aus dem Talmud, den Targumim und rabbinischen Schriften bewiesen wird. 1710 hat Calvör dieses Buch erscheinen lassen und es selbst seinem Unterrichte, den er Juden ertheilte, zu Grunde gelegt. Clausberg hat also auch nach dieser Anleitung seine christliche Unterweisung empfangen. Am 28. Oktober 1716 nun ist, nach Ausweis des Clausthaler Taufbuches, Clausberg von G.-S. Calvör getauft worden und seitdem führt er den Namen Christlieb von Clausberg. Nicht lange darauf muß er nach Danzig gegangen sein, denn im Jahre 1722 schreitet daselbst der Rath zu seinen Gunsten ein. In seinem „Licht und Recht der Kaufmannschaft", welches Reduktionstabellen der verschiedenen Münzsorten, Wechsel- und Waarentabellen u. s. w. enthält, dankt er dem Rathe von Danzig, daß er ihm „in einer ihm wider Bermuthen begegneten fatalen Begebenheit, da ihn übelgesinnte und aufgebrachte Gemüther durch angedichtete greuliche Schmähungen um seine Ehre und Wohlsein bei dieser Stadt zu bringen versuchten, beigestanden habe." Dadurch sei denn seine Unschuld an's Licht gekommen. Welcher Natur die Berläumdungen waren, wird nicht gesagt; die Art aber, wie er dem Rathe dankt, ist ganz die schwülstige und überschwängliche der damaligen Zeit. Clausberg erhielt sich nun in Danzig durch Unterrichtgeben im Hebräischen, Talmudischen, Rabbinischen und in der Rechenkunst, zu welcher letzteren er von Jugend aus große Neigung gezeigt hatte. Schon seit seinem 16. Jahre hat er jüngeren und älteren Personen arithmetischen Unterricht crtheilt. Die erste Auslage seines „Licht und Recht" war bald vergriffen, während ein anderes Werk von ihm, eine in vier Theilen erschienene „Demonstrative Rechenkunst", 44 Jahre nach seinem Tode, im Jahre 1795 zu Leipzig in fünfter Auflage und seine „Universalregeln der Wechseluegotien" ebendaselbst 1781 erschienen sind. Die Bücher müssen also doch zu ihrer Zeit als recht brauchbar betrachtet worden sein. Ob Clausberg sich noch länger als bis 1727 in Danzig aufgehalten hat, wissen wir nicht, 1733 aber kam er nach Kopenhagen. Damals muß sein Rechentalent schon die Aufmerksamkeit Vieler auf sich gezogen haben, denn man nannte ihn selbst an dem Hofe des Königs Christian VI. Cr wurde auch an denselben berufen, zum Lehrer des Kronprinzen in Arithmetik und Finanz-