Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 1-2 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 schwaches Kind, Es will die Augen schließen Und glauben blind." Aber ach, glauben blind, wie schwer wird mir's doch. So will ich gebückt und demüthig meinen Weg weiter gehen und dem HErr» Alles Zutrauen und von ihm Alles erwarten und in ihn mich bei aller Verwirrung und Zerstreuung verlieren. Er, der das Werl begonnen, wird's herrlich hinausführen, durch alle Deuiüthiguugen hindurch. Soeben habe ich meine und meines Knechtes Beschir Passage nach Sauakin bezahlt. Mehrere Paschas haben sich heute sehr anerkenncnswerth über die Schweden in M'kullu und ihre Thätigkeit, die sie durch Errichtung von Knaben- und Mädchenschulen entfalten, geäußert; namentlich ein Be, der Mukafes in Massaua war und die Schweden und ihre Schulen oft besuchte. Uebcr die französischen Missionare in Massaua und Sanhit wurde viel Nachtheiliges gesagt. Ras Alula hat kürzlich drei der in Sanhit wohnenden kathol. Missionare ermorden lassen. — Herzliche Grüße an alle Freunde, namentlich an alle Beter und Beterinnen." Soweit Flad's eigene Worte, seine Frau fügt unter dem 26. November noch hinzu: „Auf einer Postkarte erhielt ich noch die Anzeige, daß höheren Orts das Rubattino-Dampfboot ersucht wurde, seine Abfahrt von Suez einen Tag zu verschieben, bis mein Mann, mit seinen Empfehlungsschreiben versehen, von Kairo kommen könne. — Er schrieb, es habe ausnahmsweise heftig geregnet, und sei zu Possirlich gewesen, wie die baarfüßigen Eingeborenen auf dem schlüpfrigen Lehmboden ausglitten und der Länge nach den Boden maßen, um dann, mit Koth bedeckt von Kopf bis zu Fuß, wieder aufzusteheu. Beschuhcte können sicherere Tritte thun." Christlieb von Clausberg. Die Zahl der Juden, welche zur evangelischen Kirche übertraten und eine ansehnlichere Stellung weltlicher Art erlangten, ist bis zum Anfang dieses Jahrhunderts keine große gewesen. Man fürchtete, daß Juden die Gelegenheit, bürgerliche Ehren zu erlangen, mißbrauchen und in heuchlerischer Weise das Christenthum annehmen würden, andrerseits aber hinderte die meisten Proselyten jene