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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 1-2 (1881) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
1-2 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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24 gegen Ihre Pflegebefohlenen in Abessinien geschah." (Miss. Flad hatte das Anerbieten erhalten, Gouverneur der südlichsten Provinz Egyptens zu werden.) Auf seine Bitten mußte ich ihm den Zweck meiner Reise darlegen. Ich erzählte, mich kurz zusammenfassend, daß ich 1372 Jahre als Missionar in Abessinien gearbeitet, auch 41/2 Jahre daselbst Gefangener war, und daß ich dann vor 7 Jahren vier in Europa ausgebildete junge Abessinier in ihre Heimath zurückgebracht, welche mit fünf andern derzeit die Mission unter den Falaschas fortführen. Diese nun zu sehen, zu berathen, zu ermuntern und in ihrem Glauben zu stärken, sei der Zweck meiner Reise. Jetzt that er einige Fragen über die Falaschas und erzählte mir dann, er habe vier Bataillone gute Truppen in Matama; auch Cafit, Sanhib und Massaua seien gut befestigt und besetzt, sodaß von den Abessiniern kein Ueberfall zu befürchten sei. Kürzlich habe er einen Brief von König Johannes bekommen, der aber weiter nichts enthalten habe, als einen Gruß und die Versicherung, er suche keinen Krieg. Darnach bat ich, die 13 Pfd. Sterling, die von meiner Reise übrig geblieben waren, Chairh Pascha übergeben zu dürfen; das Geld gehöre nicht mir, und darum könne ich es nicht behalten. Der Khedive aber lachte und sagte: „Behalten Sie es nur für sich, mich freut es, in Ihnen einen ehrlichen Freund zu haben!" Er versicherte mich noch seiner friedlichen Gesinnung gegen Abessinien und bedauerte das Raubsystem dieses Landes. Als ich mich erhob, frug er mich noch, aus welchem Theile von Deutschland ich sei, schüttelte mir dann abermals herzlich die Hand und sagte: „Möge Gott Ihnen eine glückliche Reise geben und Sie so gesund, wie Sie jetzt sind, zurückbringen, dann werde ich das Vergnügen haben, Sie wieder begrüßen zu dürfen!" Er geleitete mich noch bis zur Thüre hin, gab mir wieder die Hand und sagte auf arabisch: „Enschala tige bi Salami“ d. h.: So Gott will, kehre im Frieden zurück! Die übrige Konversation fand in englischer Sprache statt, die er ziemlich geläufig spricht. Ich berichtete nun Chairy Pascha, was der Khedive in Betreff des Geldes entschieden hatte, dankte ihm, und nachdem wir Kaffee getrunken hatten, verließ ich in Begleitung Mr. Flemings, der mit mir beim Khedive war, die Residenz Abdin. Im Wartezimmer sprach ich noch General Stone, der mir soeben zwei Empfehlungs-

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