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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 1-2 (1881) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
1-2 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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komme und feilte Lehrer mitbringe. Während nun Gobau mit seinem Gefährten nach Massana ging, reisten Debtera Bern und Aragawi noch zu den heilsbegierigen Seelen nach Agau Meder. Es waren schon vier Abessinier bei mir, und ich glaube, einer von ihnen würde sich als Knecht eignen. Sie fordern aber einen ungeheuren Lohn, doch hoffe ich mit einem von ihnen handelseins zu werden. — Leider enthalten alle Briefe der Brüder keinerlei politische Nachrichten; sie sagen nicht einmal, wo der König ist. Gobau berichtet nur, es gebe viele Räuberbanden im Lande, aber die größte sei unter den Beamten des Königs. Ein Abessinier erzählte mir gestern, in welche gefährliche Lage Gordon Pascha in seinem Feldzuge mit dem Heere der Eghpter gegen die Abessinier kam. Nur durch nächtliche Flucht den Mareb entlang mit zwei getreuen Dienern ist er entkommen. Ras Arai hat ihn in Dschelga halb ausgeplündert und über Tigre gesandt, wo ihn an der Grenze Ras Alula vollends ausraubte und wohl noch lange gehalten hätte, wenn er nicht Nachts entronnen wäre. Einen Bischof haben die Abessinier bis jetzt nicht erhalten. Es war ein abessinischer Gesandter hier, der um einen Bischof anhielt. Der Ex-Khedive hielt ihn lange hier in Kairo wie einen Staatsgefangenen, doch bei ordentlicher Pflege, bis er endlich durch Vermittlung des englischen Generalkonsuls znrückgesandt wurde." Sodann heißt es in einem Briefe aus Kairo, den 17. Nov., an seine Frau: „Da ich in Suez keine Zeit finden werde, Dir zu schreiben, so will ich es jetzt thun. Durch den viceköniglichen Siegelbewahrer Chairy Pascha wurde ich, ohne mein Zuthun, vom Vieekönig in einer Audienz empfangen, und zwar wegen des übrigen Reisegeldes von 1876, das ich demselben zurückgeben wollte. Man war hohen Orts nicht wenig erstaunt über die Ehrlichkeit des deutschen Missionars. Der Viee-König, ein Mann Mitte der Dreißiger, ist ein intelligent aussehender, wohlwollender und freundlicher Herr. Als ich vom Ceremonienmeister eingeführt wurde, stand er alsbald von seinem Divan auf, kam mir entgegen, reichte mir die Hand und schüttelte sie mir ganz derb. „Es freut mich sehr, Sie wieder in Egypten zu sehen, Sie sind bei uns noch in sehr gutem Andenken; wir hätten Sie ja gerne in unfern Diensten gehabt, aber wir fanden Ihre Ablehnung gerechtfertigt, da dieselbe aus Rücksicht

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