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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 1-2 (1881) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
1-2 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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7 1813, und Huben beim Anblick derselben nur den einen Gedanken, das Joch der Fremdherrschaft zn brechen. Der gemeinsame Bürger¬ und Volksname erregt doppelte Bitterkeit in ihren Gemüthern, und das gemeinsame Leben mit seinen unaufhörlichen Berührungen stachelt gerade zur allerhcftigsten Feindschaft an. Steht die Sache nicht so, theure Freunde ans Israel? und müßt ihr nicht selbst sagen, daß euer Leben unter uns diese überaus ernste Gestalt anzunehmen beginnt? Ach, ihr hättet darauf wohl vorbereitet sein können, wenn ihr nur die Stimme eurer Propheten und das Zeugniß, welches sie euch für euer Leben unter den Völkern mit auf den Weg gegeben haben, hättet hören wollen. Die Schrift liegt in euren Händen, und ihr dürft sie nur aufschlagcn, um eure Gegenwart wie eure Zukunft verstehen zu lernen. Doch eure Führer und Lehrer haben euch stets bei der Schrift vorübergeführt oder haben doch eine Decke über dieselbe gebreitet, daß ihr nicht lesen könnt, was euch dort gesagt ist. Und darum wollen wir, die, ob ihr es glaubt oder nicht glaubt, euer Verderben aufhalten möchten, die Predigt eurer Propheten wieder vor euch erwecken. Hesekiel, der wie kein anderer euren ganzen Zustand, euer ganzes Schicksal unter den Völkern und die letzte Wendung desselben im Lichte der göttlichen Offenbarung erkannt und beschrieben hat, möge unter euch treten und möge jetzt ein besseres Gehör unter den Kindern seines Volkes als in den alten Tagen finden. Des Propheten Zeugniß in seinen Tagen lautete ja freilich ganz anders als das fast aller andern, die damals unter eurem Volke öffentlich ihre Stimmen erhoben. K. 13, 10 ff. könnt ihr es lesen und die Antwort Hesekiels hören: „Die falschen Propheten verführen mein Volk und sagen: Friede; so doch kein Friede ist. Das Volk bauet die Wand, so tünchen sic dieselbe mit losem Kalk. V. 11: Sprich zu den Tünchern, die mit losem Kalk tünchen, daß cs abfallen wird, denn cs wird ein Platzregen kommen, und werden große Hagel fallen, die es fällen, und ein Windwirbel wird es zerreißen. V. 12: Siehe, so wird die Wand cinfallen. Was gilt's, dann wird mau zn euch sagen: Wo ist nun das Getünchte, das ihr getünchet habt?

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