Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 36 (1880)
- Issue
- 11-12 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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182 Die Reise ging diesmal nach Saloniki, den Dardanellen und der Küste des Marmara-Meercs. Bei der Landung in Saloniki sagten mehrere Juden zu den Evangelisten: „Wenn Sie Bücher mitgebracht haben, die von Jesu handeln, so kündigen Sic es nicht öffentlich an, damit der Chacham nicht einen Bann über dieselben verhängt!" Als dann die Bücher auf dem Marktplatz öffentlich zum Verkauf ansgcbotcn wurden, erfüllte sich diese Voraussage zum Thcil. Mehr als ein Dutzend Chachams kamen herbei und suchten die Juden am Einkäufen der Schriften zu verhindern.. Aber da ihnen ein reicher Mann widersprach, zogen sie sich grollend zurück, und den Leuten wurde Christus gepredigt, mehrere aber kauften Neue Testamente und Traktate. Am folgenden Tage sollte der Missionar vor dem jüdischen Gerichtshöfe erscheinen, in dem fünf Chachams und mehrere Privatpersonen versammelt waren. Der christliche Glaubensbote kam, und der Vorsitzende greise Rabbi frug ihn: „Warum gehen Sic nicht zu den Türken und Götzendienern? Wissen Sie nicht, daß wir diese Dinge besser verstehen?" Auf die Antwort, daß Christus auch den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel gepredigt werden müsse, wurde der Rabbi ausfallend, und ein anderer Chacham rief aus: „Der Name dieses Messias soll ausgetilgt werden!" Die Zuhörer waren mit dieser heftigen Art des Chacham nicht zufrieden, und außerhalb des Gerichtshofes wurden Bücher und Traktate gekauft. Ganz anders war das Benehmen der Juden in Gallipoli; hier waren dieselben sehr feindselig und brachten eine Klage vor den Türkischen Gerichtshof, daß ein Protestant aus Konstantinopcl sie mit Feuer und Zerstörung bedroht habe. Als aber der Richter hörte, daß der Missionar nur einen Spruch der Heil. Schrift angewandt hatte, schrie er die Juden an: „Ihr Räuber, warum verklagt ihr einen ehrlichen Mann? Möchte euch nur eine solche Strafe treffen, wie sie euer Buch gegen Gottlose eurer Art verkündigt!" Trotz der ungünstigen Verhältnisse sind 294 Alte Testamente, 151 Neue Testamente, 31 Bücher und 495 Traktate verkauft, eine Anzahl von allen diesen auch verschenkt worden. Ihr Werk aber haben dieselben gethan. Als einmal mehrere Juden Traktate kauften, trat ein Jude heran und bat die anderen, davon abzustehen, da ein junger Mensch durch das Lesen derselben irre geworden sei. Als er ans seinem Sterbebette lag, las ihm der Chacham „das