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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 11-12 (1880) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
11-12 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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176 Galizien, wo die Evangelischen eine verschwindende Zahl sind, nicht der Fall ist, macht die Arbeit daselbst ganz ungemein schwierig. Für diejenigen, welche zur Erkenntniß der Wahrheit kommen wollen, ist das Auswandern fast eine Nothwendigkeit. Besser ist die Wiener Mission daran, und sind allda auch zwei Juden, der eine Mitglied einer Gesandtschaft, der andere ein Lehrer, durch Miss. Behrens zum Christenthum geführt worden. Blicken wir dann hin auf: 5. KranKreich und Italien. „Gleichgültigkeit und geistliche Schlaftrunkenheit herrschen unter den Inden Frankreichs" schreibt Miss. Mamlock. „Sie lassen sich gern in ein Gespräch über religiöse Gegenstände ein, aber legen dabei wenig innere Bewegung oder wahres Interesse an den Tag." Und doch auch hier muß es der Säemann, welcher den Samen des göttlichen Wortes ausstreut, erfahren, daß er dies nicht vergeblich thut. Ein jüdischer Herr redete eines Tages den Missionar auf der Straße an und frug ihn, ob er bei der Weltausstellung ein Modell der Stiftshütte ausgestellt habe, und ob er sich wohl erinnere, daß er ihm bei dieser Gelegenheit einen Traktat gegeben? Mamlock antwortete, er habe so viele hundert Schriften vertheilt und mit so vielen Juden daselbst gesprochen, daß er sich unmöglich des einzelnen entsinnen könne; aber wahrscheinlich sei es immerhin, daß er ihm einen Traktat gegeben habe. „Ja," entgegnete der Jude, „ich erinnere mich Ihres Gesichtes sehr wohl und werde stets des Gesprächs eingedenk bleiben, das wir dann hatten, zumal aber auch des kleinen Schriftchcns, welches Sie mir gaben. Damals bezahlte ich für dasselbe, aber ich fand hernach, daß es viel mehr werth sei als die wenigen Sous, welche ich Ihnen entrichtet hatte." Bei diesen Worten zog er ein 10 - Frank - Stück heraus und drang in den Missionar, bis er dasselbe annahm. In Rom arbeitet noch immer die Wittwe des Prediger Burtchaell unter den jüdischen Frauen und Kindern. In Verona wirkt Miss. Arias, der das Ueberhandnehmen des Unglaubens und der Gleichgültigkeit auch unter den ital. Juden beklagt. Erinnerungen an die künftige Verantwortung werden gewöhnlich damit zurückgewiesen, daß der Angeredete erklärt, er glaube nicht an die Unsterblichkeit der Seele, mit dem Tode sei Alles aus, und Gott nur eine Erfindung der Menschen. — Ein sehr wichtiges Missionsfeld ist:

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