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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 9-10 (1880) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
9-10 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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141 zieh». 14 Tage beim Militär, wurde er Fourier bei einer Kompagnie, deren Hauptmann ein Katholik war. Dieser redete dem Juden zu, sich taufen zu lassen, fand aber bei ihm kein Gehör. Auf dem weiteren Marsche wurde Benjamin jedoch krank und mußte in Pest liegen bleiben; die Kompagnie zog ohne ihn weiter. Aber da er nun einsam auf seinem Bette lag, verspürte er es, daß er es versucht habe, dem Gott, welcher ihn im Gewissen bereits ernsthaft genug gemahnt hatte, zu entfliehen. Der Zweck seiner Krankheit wurde ihm klar, und er bat deshalb den HErrn, er möge ihn gesund werden lassen, so wolle er nach Sachsen zurückkehren und sich dort zu Christo bekennen. Seine Bitte wurde erhört und er fand Genesung. Als er jedoch wieder hergestellt war, vergaß er sein Versprechen. Er kehrte wohl nach Deutschland zurück, aber versuchte es wieder in der alten Weise. Von einer Thätigkeit stürzte er sich in die andere, lernte das Müllerhandwerk, wechselte von Neuem und wurde Koch, hielt auch als solcher nicht aus und versuchte es wieder mit der Branntweinbrennerei. Doch die äußere Unruhe vertrieb und schläferte nicht länger die innere ein; endlich fühlte er doch etwas von dem, was der Psalmist (139,7 ff.) ausspricht: „Wo soll ich hingehen vor Deinem Geist, und wo soll ich hinfliehen vor Deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist Du da! Bettete ich mir in die Hölle, siehe,, so bist Du auch da! Nähme ich Flügel der Morgenröthe und bliebe am äußersten Meer, so würde mich doch Deine Hand daselbst führen und Deine Rechte mich halten!" Benjamin versuchte es also nicht länger mit den Wegen des Propheten Jonas, sondern eilte jetzt zur Taufe. Er wandte sich nach Leipzig und wurde dort, fast 23 Jahr alt, am 8. Januar 1839 in den Bund Christi ausgenommen. Den Namen, welchen er da annahm, Friedrich Benedict, führte er später nicht, sondern hieß in der Brüdergemeine Benjamin David Kirchhof. Da er gute Anlagen zeigte, wollten ihn hernach seine Pathen studiren lassen. Er sollte deshalb auch die alten Sprachen erlernen . und das Griechische besonders recht bald am Neuen Testamente üben. Da Kirchhof ein solches alt erstehn wollte, freute er sich, als er ein Exemplar am Schwarzen Brett der Universität zum Verkauf angeboten fand. Er ging also in das ihm daselbst

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