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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 7-8 (1880) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
7-8 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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128 Aufenthaltes in einer Uebergangspcriode; sie sollte in einen Ort init Stadtprivilegicn verwandelt werden. Dies wollte mit meinen Begriffen von einer Brüdergemeinde nicht übereinstimmen. All' diese Umstände vcranlaßten uns, nachdem es uns auch vom Heiland klar gemacht worden war, daß wir auch hier noch keine bleibende Stadt hatten, abermals und ungeachtet des mühsamen und kostspielige» Unternehmens den Wanderstab zu ergreifen und nach einer deutschen Gemeinde überznsiedcln. Am 1. Juni 1857 kamen wir glücklich und wohlbehalten in Bremen an. Wir kamen dann zu dem Entschluß, uns in Herrnhut niederzulasse». Daß wir dort eine passende Wohnung fanden, bestimmte uns zunächst dazu; und unser Entschluß wurde um so mehr bestärkt durch den Umstand, daß ich acht Wochen später den Antrag erhielt, das durch den Austritt des Br. Lucas Linder erledigte Amt eines Gehilfen in der Expedition der Missions-Verwaltung zu übernehmen, welches Aint ich gern, aber nicht ohne Zagen annahiu." So weit Hartvig selbst. Ueber die letzten Lebensjahre unseres seligen Bruders sei noch Folgendes hinzugefügt: Durch zunehmende Augenschwäche sah sich derselbe im Jahr 1866 veranlaßt, seine ihm liebe Beschäftigung als Gehilfe des Direktors der Expedition des Unitäts-Missions- Departements aufzugeben und nach treu vollbrachtem Tagewerk ganz in den Ruhestand zu treten. Im Jahre 1873 hatte er den Schmerz, seine geliebte Gattin, Luise Theodore geb. Richter, sich von der Seite genommen zu sehen. Seine liebste Beschäftigung in der Einsamkeit war nun das tägliche Forschen in der heiligen Schrift, namentlich die Betrachtung der prophetischen Weissagungen; und mit großem Interesse verfolgte er alle Ereignisse auf kirchlichem und politischem Gebiet, die ihm auf das ersehnte Kommen des HErrn zur Vollendung seines Reiches hier auf Erden hinzudenten schienen. Eine große Freude war es ihm, daß es ihm vergönnt war, noch in den letzten Jahren seines Lebens eine Reise nach Schweden zu unternehmen und seine dortigen Verwandten, von denen er in herzlicher Liebe anfgcnommcn wurde, Wiedersehen und kennen lernen zu dürfen.

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