Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 36 (1880)
- Issue
- 7-8 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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127 der Bedienung des Wortes auch die ökonomischen Geschäfte zu besorge» hatte, wirkten nach zwölfjährigem Aufenthalt im tropischen Klima endlich nachtheilig auf meine Gesundheit ein, weshalb ich bei dem Missions-Departement mit der Bitte einkam, eine Erholungsreise auf eigene Kosten nach, Amerika machen zu dürfen. Dies Gesuch wurde mir gewährt. Fünf Monate dauerte unsere Abwesenheit. Es war mir während meines Aufenthalts in Amerika besonders schützcnSwerth, die Bekanntschaft so vieler Diener der Gemeinde machen zu dürfen, von denen wir mit wahrhaft brüderlicher Liebe begrüßt und anfgenommcn wurden. Gestärkt und neu gckrüftigt nach St. Thomas znrückgckchrt, hielt ich noch fünf Jahre auf meinem Posten aus; als aber die Kräfte zuschcus wieder sanken, bat ich um Abnahme meines Amtes. Nach erhaltener Erlaubniß hielt ich am 25. April 1852 meine Abschicdsprcdigt über Psalm 126, 6, mit innigem Danke für die Gnade, deren ich gewürdigt worden war, das Wort, welches die Versöhnung predigt, 17 Jahre lang unter den Heiden zu verkündigen. 5. Die Muhe- und Wartezeit. Fröhlich und dankbar dem HErrn, mit dessen Hilfe und Beistand wir unser Tagewerk für diese Zeit hatten beendigen dürfen, steuerten wir zum zweiten Mal nach den Vereinigten Staaten und laugten, nachdem wir den Sonntag über in Washington geruht hatten, am 10. Juni in Salem an, welche Gemeinde wir zu unserem Ruheplätze uns ausersehen hatten. Wer nicht Sklaven halten konnte oder grundsätzlich nicht halten wollte, sah sich hier aber gcnöthigt, gar manche Arbeit im Hause, Garten und Hof selbst zu verrichten; cs galt deshalb für uns, statt auszurnhen, rastlose Arbeit. ■ Ich fand bald eine für mich passende Beschäftigung, und im zweiten Jahre nach unserer Ankunft gelangten wir in den Besitz eines eigenen Hauses, dessen schöne Lage und Einrichtung unsere Verhältnisse sehr angenehm gestaltete. Die Gemeinde Salem befand sich gegen Ende unseres dortigen