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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 7-8 (1880) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
7-8 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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129 Am Abend dcs 27. Dcc. 1879 wurde ihm cmf sein Verlangen der Segen dcs HErrn zu seiner Heimfahrt ertheilt, und am 28. Decembcr Nachmittags 4 Uhr stillte der HErr das Sehnen seines Knechtes und ließ ihn sanft und ohne Todeskamps hinüberschlummern in seinen Arm und Schooß. Sein Alter hat er gebracht auf 81 Jahr, 1 Monat und 8 Tage. Pastor August Anton Pauli. Wieder ist uns ein evangelischer Pastor, der Proselyt war, aus dem vorigen Jahrhundert begegnet, leider aber konnte nur Weniges über denselben ermittelt werden. Im 11. Stück der von M. Schultz herausgegebcueu „Ferneren Nachrichten" des Callenberg'scheu Instituts (1772) berichtet Missionar Röper unter dem 15. Mai 1759: „In Schöningeu (Herzogthum Braunschweig) erfuhren wir, daß in der Claus, unweit hier, der Herr Pastor Pauli wohne, der in seinem 18. Jahre in Prag als Rabbi gestanden und nachdem sich zu unserer Religion gewendet hat; er soll besonders redlich und fromm sein". Wolf's „Bibliotheka Hebraea“, Fabricius' „De veritate rel. Christ.“, die Weimarschen „Acta“ und alle andern zeitgeschichtlichen Quellen, welche uns sonst Mittheilungen über Geistliche jüdischer Abkunft bringen, haben, soweit wir bisher sehen konnten, den Pastor Pauli nicht genannt. Daß es aber mit dem Berichte der Halle'- schen Missionare seine Richtigkeit hat, ist uns durch den gegenwärtigen Pastor zur Claus bei Schöningen, Herrn E. Schütte, bestätigt worden. In sehr freundlicher Weise hat derselbe alles Material, das er über diesen seinen Amtsvorgänger zu gewinnen im Stande war, gesammelt und uns Folgendes mitgetheilt: „August Anton Pauli, ein getaufter Jude, wurde am 11. Juni 1733 zui» Prediger an der Claus Hierselbst ernannt, und ist solcher bis an seinen am 29. Oktober 1782 erfolgten Tod geblieben. Die Akten sagen, er sei bis an seinen Tod ein aufrichtiger und eifriger Bekenner der christlichen Religion geblieben. Als er alt und schwach wurde, bekam er zum Adjunkten zunächst den Konrektor Tögel, der sein Nachfolger wurde. Am 1. September 1833 wurde er von Sup. Schrötter in Schöningeu mit Sophie Cleonore Magdalena Röhl, Tochter dcs

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