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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 7-8 (1880) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
7-8 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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126 leider von kurzer Dauer; denn schon am 6. Januar des Jahres 1840 gefiel es dem Heiland, meine innig geliebte Frau nach sechstägiger Krankheit sanft und selig zu vollenden. Ich verlor an ihr sehr viel, und die Mission eine treue Magd des HErrn. Obschon sie noch nicht 24 Jahre alt war, als der Ruf zum Misfionsdieust an sie erging, zeigte sie in ihren neuen verschiedenartigen Pflichten einen hingebendcn Eifer, Ernst und Treue und lebte, da sie der Welt und ihren Dingen vollständig entsagt hatte, ganz und allein für den HErrn und Seine Sache. Im Jahr 1842 erhielt ich cinc» Ruf nach Dänisch-Wcstindien. Ich verlobte mich wieder und hatte nun die Freude, meine liebe Braut, die ledige Schwester Luise Theodore Richter, bisher Lehrerin in Niesky, im Hafen von St. Thomas begrüßen zu können, worauf wir in Ncuherrnhut am 8. Juni ehelich verbunden wurden und nach der Missionsstation Niesky zogen. Mein Vertrauen ist nicht beschämt worden, ich fand auch in meiner zweiten Frau eine Lebensgefährtin, wie ich sie gerade für Amt und Herz nöthig hatte. In Dänisch-Wcstindien war die Sklaverei mit allen ihren üblen Folgen noch in voller Kraft, Alles gehemmt durch beengende Formen, und cs ward fast mehr Fleiß ans die Betreibung der Gewerbe, als auf die Verbreitung des Evangelii verwendet. Unter Anderem wurde, anstatt der bisher ausschließlich gebauchten kreolischen Sprache, die englische in Kirche und Schule eingeführt. Dies hatte freilich eine Theilung der Geschwister in eine kreolische und englische Partei zur Folge gehabt. Zu jener Zeit war in der ganzen Stadt St. Thomas, obwol die Speicher mit Maaren aller Art, Millionen an Werth, angcfüllt waren, doch kaum ein einziges, geschweige denn ein christliches Buch zu erlangen. Ich hielt cs dem Geiste der Mission für angemessen, neben Bibeln und Traktaten auch andere gute, hauptsächlich aber christliche Schriften zum Verkauf zu halte». Durch dieses anfangs kleine, doch in steter Zunahme begriffene Werk wurde meine Arbeit allerdings bedeutend vermehrt; doch hatte ich auch die Gcnugthuung, bei verschiedenen Gelegenheiten wahrzunehmcn, wie die Verbreitung christlicher Schriften, neben dem gepredigten Wort, als ein gutes Salz wirksam war. Dieser Umstand in Verbindung mit den anstrengenden Arbeiten meines über 3 Inseln ausgedehnten Amtes, indem ich neben

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