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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 7-8 (1880) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
7-8 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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125 landeten, hatte die Stadt das Ansehen, als ob sie eine längere Belagerung und schließliche Erstürmung auszuhalten gehabt hätte; denn viele Häuser lagen in Trümmern. Es hatte nämlich am 2. August einer jener furchtbaren Orkane gewüthet, von denen die kleinen Antillen zuweilen heimgesucht werden. Kaum war dies erste Weh vorüber, so kam ein zweites: das gelbe Fieber war kurz vor unsrer Ankunft ausgebrochen; binnen wenigen Wochen waren die Schwestern Münzer und Zellner und zwei Kinder der Letzteren von demselben dahingerafft worden. Dies war der Stand im Aeußeren. Bei meinem Eintritt mußte aber auch eine wesentliche Veränderung vorgenommen werden, indem die geistliche und ökonomische Verwaltung, die bisher in einer Person vereinigt gewesen, getrennt und letztere mir übergeben wurde. Ich fand eine kaum zu bewältigende Menge Arbeit vor. In Folge der geringer gewordenen Zahl der Arbeiter mußte ich aber neben meinem Vorsteheramte sogleich auch die geistliche Pflege des dritten Theils der damals noch aus 5000 Seelen bestehenden Stadtgemeinde übernehmen. Der Segen des HErrn, welcher zur Zeit auf der Arbeit der Brüder ruhte, trug viel dazu bei, daß ich die Last meines doppelten Amtes bald vergaß. Die Geschwister waren von einem lobenswerthen Eifer beseelt und in großer Treue thätig, das Werk des HErrn zu fördern, innerhalb zweier Jahre waren drei neue Stationen angelegt und drei neue Schulhäuser erbaut worden. Mit meiner Gattin in inniger Uebereinstimmung der Herzen lebend, genossen wir, des mühevollen und anstrengenden Amtes ungeachtet, manche selige und vergnügte Stunde, zu denen auch die gehörten, welche uns dahinflossen beim Gesang geistlicher, lieblicher Lieder, welche meine liebe Frau auf dem Klavier begleitete. Eine Zeit lang hatte ich neben meinem Amte in der Stadt auch das Zweiggemeindlein Five Island, und später Gracefield zu besorgen, welche letztere Gemeinde erst nach meiner Abreise einen eigenen Arbeiter erhielt. Dorthin wurde ich zum jedesmaligen Sprechen, zum Halten der Versammlungen und der Sonntagsschulen treulich von meiner Frau begleitet. Wir hatten unsere.ganze Freude an dieser Gemeinde, mit deren Gründung ich betraut worden war und die wir unter Gottes Segen allmählich haben entstehen, wachsen und aufblühen sehn dürfen. Dies liebliche Zusammenwirken im Reiche des HErrn war

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