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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 7-8 (1880) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
7-8 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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123 Hoffnung, diese Kenntniß als Missionar vcrwerthen zu können; den» dazu fühlte ich noch immer einen lebhaften Drang. Mit Zagen ging ich an die Abfassung des ersten englischen Briefes, dem aber durch Gottes Segen eine lebhafte Korrespondenz folgte. Darauf forderte mein Prinzipal, der von einer persönlichen Anwesenheit noch besondere Vortheile erwartete, mich im Jahre 1827 auf, nach Manchester zu reisen. Im nächstfolgenden Jahre war ich recht leidend; das feuchte Klima Hollands, nnzuträgliche Diät und so manches Andere hatten meine bisher kräftige Gesundheit untergraben. Von Ausspannung aus dem Geschäft und Luftveränderung Erholung hoffend, machte ich eine Reise durch Belgien, wo ich mich in Gent, Antwerpen und Brüssel einige Zeit aufhiclt, nach Paris. In Zeist wieder angelangt, fand ich einen Brief von Bruder Christlieb Reichel aus der Unitäts-Aeltesten-Konferenz vor, in welchem mir das Amt eines Vorstehers des hiesigen Brüderhauseö angetragen wurde. Eines Tages aber, als ich aus dem Morgensegen kam, in welchem ich mit besonderem Gefühl die Loosung vorgelesen hatte: „Du sollst heutigen Tages wisse» und zu Herzen nehmen, daß der HErr Gott ist" (5. Mose 4, 59), wurde mir ein Brief von meinem Vater überreicht. Es war der erste, den ich seit fünf Jahren empfing, und wie unaussprechlich groß war meine Freude, als ich aus demselben ersah, daß der Vater den Bann wider mich zurückgenommen hatte und mir auf's Neue die Liebe seines väterlichen Herzens zusicherte. Schon im Jahr 1827 hatte ich die Bekanntschaft des Herrn Dr. Eappadose gemacht; unsere Herzen waren bald eng verbunden bei dem Bewußtsein der gemeinsam erfahrenen Gnade, daß uns beiden die Decke Mosis von den Augen weggenommen worden war. Als er sechs Jahre später das Nachbardorf Scherpenzeel verließ, fuhr ich mit meinem Freund Gregorius van Oordt aus Rotterdam dorthin, um Abschied von ihm zu nehmen. Die zwei in seinem Hause verbrachten Tage waren Tage der Erquickung vor dein Angesichte des HErrn. Durch sein Zeugniß während seines zweijährigen Aufenthaltes in jenem Dorfe war eine allgemeine Erweckung auf acht bis zehn Stunden im Umkreis entstanden. Am Abend vor unserer Rückkehr fand die letzte Zusammen-

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