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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 3-4 (1880) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
3-4 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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51 Gesagte und fügt hinzu, König Johannes habe seinen Grenzgouverneuren den Auftrag gegeben, jeden Europäer, der den abessinischen Boden betreten würde, zu tödten. — Zwei abessinische Priester, welche sich zu den Schweden hielten, wurden gegeißelt, bis das Blut in Strömen floß, und dann in Ketten geschmiedet nach einem Kloster gebracht, um dort zur Anbetung der Maria und der anderen Heiligen bekehrt zu werden. — Ich bin in großer Besorgniß um unsere lieben Falascha-Proselyten. Die weite Entfernung von dem barbarischen König möchte ihnen zu Gute kommen. Möglich wäre jedoch auch, daß sie verfolgt werden oder gar schon getödtet sind. Nachrichten werden wir noch lange nicht von ihnen erhalten, da König Johannes strengen Befehl erließ. Niemanden über die Grenze zu lassen. Des Königs Johannes Tage werden gezählt sein, dann kommt vielleicht ein anderer, welcher für das Evangelium offenere Ohren hat." Später schreibt Missionar Flad: „Ein weiterer Brief des schwedischen Miss. Lundahl in Maffua brachte die traurige Kunde, daß die blutige Verfolgung in Abessinien noch immer fortdauert. König Johannes läßt Haussuchungen nach Bibeln und anderen religiösen Schriften, welche die Missionare verbreitet haben, veranstalten. Alle Bücher werden zerrissen und in den nächsten Fluß geworfen; den Rath, so zu handeln, haben leider die Jesuiten den Abessiniern gegeben. Einen Lohn hat es ihnen nun aber doch nicht eingetragen, daß sie über evangelische Christen Verfolgung zu bringen geholfen haben; denn sie sind eben jetzt auch selbst des Landes verwiesen worden. Diejenigen Bewohner, bei denen Schriften oder Bibeln der Mission gefunden werden, läßt König Johannes in Ketten schmieden und auf's Grausamste mißhandeln; all' ihr Besitzthum wird confiscirt. Von unseren Proselhten ist noch immer keine Nachricht nach Maffua gelangt, Gott erbarme sich ihrer!" Miss. Flad schließt seinen Brief mit einer Bitte, die nun dieses Blatt an alle ausrichtet, welche dasselbe lesen werden: „Gedenket mit uns der lieben Brüder und ihrer Gemeinlcin. Der Herr gebe ihnen alle Gnade, treu zu bleiben bis in den Tod — aber das Blut der Märtyrer ist auch der Same der Kirche." Und der es schreibt und die es lesen, sprechen: „Amen, ja, ja, es wird also geschehn!" 4*

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