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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 3-4 (1880) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
3-4 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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50 Fanatiker und hat zum Maskat (Kreuz, großer Festtag der abess. Kreuzerfindung) angekündigt, daß im ganzen Gebiet Abessiniens keine Religion oder Consession, welche nicht die orthodox abessinische sei, geduldet werden solle. Unter den muhammcdanischen Gallas richtete er ein fürchterliches Blutbad an, und die katholischen Missionare wurden, wie ich vorige Woche aus guter Quelle erfahren, nach Debratabor gebracht und von da über die abessinische Grenze nach Galabat geschafft mit dem strengen Verbot, Abessinien je wieder zu betreten. Die schwedische Mission in Mensa hat sich nach Mkullu geflüchtet, wird aber auch dort kaum sicher sein, da Ras Alna, jetziger Gouverneur von Hamasien, in Asmara (einige Stunden von Massua) steht. Die Leute von Mkullu und Hotomblu flüchten nach Massua, wo jetzt Wohnung und Lebensmittel enorm gestiegen sind. In Massua sind tausend Mann ägyptische Truppen aus Suez eingetroffen, um die Stadt zu sichern. König Johannes schlägt übrigens bald ähnliche Wege ein wie sein Vorgänger Theodorus, er hat eine Reihe barbarisch grausamer Akte verübt. Die Provinzen Hamasin und Tigre sind von den Königlichen rein arm gefressen, und Bogos ist voll von abessinischen Flüchtlingen. Gordon Pascha ist vorige Woche aus Abessinien nach Massua zurückgekehrt und zwar ohne irgend ein Resultat beim König erzielt zu haben. Was Aegypten nun thun wird, weiß ich nicht; so viel aber weiß ich, daß die ostafrikanischen Provinzen für Aegypten, ohne einen glücklichen Krieg mit Abessinien geführt zu haben, nicht haltbar sind. Daran, daß Abessinien hartnäckig jeden Friedensschluß verweigert, ist unter anderm Rußland schuld, das eine eigene Mission an den Negus geschickt hat, ihn zum Kriege gegen die Muslims aufzustacheln. Meine Arbeiten in Bogos sind zu Ende, und ich beabsichtige mit nächster Gelegenheit nach Armidob in Barka zu gehen, um ergänzende Studien zum Barka und Kunama anznstcllen. Dann nach etwa drei- bis vierwöchentlichem Aufenthalt daselbst gehen wir zurück nach Massua, um auf einige Wochen zu den Schoho zu gehen u. s. w." Miss. Flad fügt hinzu: „Ein Brief aus Schoa bestätigt das über die römische Mission

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