Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 36 (1880)
- Issue
- 1-2 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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2« liche Leben drängen". Aber dieselbe Flucht findet auch noch nach einer anderen Richtung und hier unter allgemeiner Billigung der Juden Statt. „Daß immer mehr Juden in die höheren Lebenssphären dringen," schreibt jener Rabbi ebendaselbst, „möchten wir um keinen Preis verhindern; es ist der Stolz der Juden, daß wir hier allen Bekenntnissen voranstehen." Dieses „Eindringen in die höheren Lebenssphären" nimmt aber auf Kosten der christlichen Bevölkerung fortschreitend zu. In Preußen waren die höheren Schulen 1869 von 8,7, dagegen 1873 bereits von 9,1 und 1878 gar von 10 % Juden besucht, während dieses Land nur 1,3 Juden zählt. Aehnlich aber geht cs auch in Oesterreich zu; die Wiener Universität vermag sich der Hunderte von jungen jüdischen Leuten nicht zu erwehren, die durchaus studiren wollen, während sie keine Mittel, und oft auch nicht die Fähigkeit zum Studium mitbringen! Solche Erscheinungen rechnet man sich aber ausnahmslos unter den Juden zum Ruhme an! Die Christen und die Völker können die einfache Arbeit thun, sie sind gut genug für dieselbe; die Juden sind für dieselbe zu schade, für sie ist es ein Ruhm, dieselbe zu verlassen! So vollständig hat man den Sinn für den Adel der einfachen Arbeit, so vollständig die Freude an derselben verloren, so fern ist man davon, eine Ehre auch darin zu finden, wenn man ein einfaches Wlied am Leibe des allgemeinen Volkslebens ist! Was haben also die Juden ohne Jesum für ihr sociales Leben gewonnen? Nicht einmal leiblich haben sie hiervon einen Vortheil erlangt. Man erkennt das kriegstüchtige Volk des alten Israel nicht wieder. Nach ihrer Anzahl und nach dem Verhältniß zur übrigen Bevölkerung müßten die Juden in Preußen 3280 Mann zur activen Armee stellen, sie stellen aber nur 1324, d. h. 2'/» mal zu wenig. Noch schlimmer gestaltet sich das Verhältniß in Rußland. Denn bei der letzten Einberufung konnten daselbst im Verhältniß dreimal weniger Juden als Nichtjuden als kriegstüchtig eingestellt werden, 2 7‘i mal mehr von den Ausgehobenen aber mußten wegen Krankheit wieder entlassen werden. Oder Or. Koch theilt nach der Angabe Leo Rauchmanns, eines Juden, mit, daß die Zahl der jüdischen Irren und Schwachsinnigen fast zweimal die derselben Kranken unter den Evangelischen und Katholiken übertreffe. Und was^haben sie ihrer Umgebung gegenüber dadurch erreicht.