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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 1-2 (1880) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
1-2 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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12 Männern, die wie W. Marr dein christlichen Glauben bei sich selbst wenig genug Raum gewähren, werden doch auf's Tiefste erregt, wenn sie sehen, wie die jüdische Literatur Tag für Tag das den Christen Heilige behandelt! Hier trägt es den Juden nicht viel Gutes ein, daß sie so die Waffen gegen Christum ergriffen haben, sondern es schärft nur den Widerwillen gegen sie und führt selbst viele Gläubige dazu, daß sie nur noch mit bitterern Gefühlen die Juden anblicken, der Barmherzigkeit aber gegen sie vergessen. In jenem bisher den Juden freundlichen wie in dem ihnen feindlichen Lager hat das vergangene Jahr zumal eine große Erregung über die Art und Weise hervorgerufen, in welcher jüdische Schriftsteller die religiösen Fundamente des christlichen Volkslebens untergraben. Nicht die Freundschaft, sondern die Feindschaft ist darüber gewachsen. Andere große Schaaren haben solchen Juden freilich gerade bei ihren Angriffen auf die Kirche Christi und bei jenen ihren Bemühungen, welche aus die Entwurzelung des christlichen Glaubens in den Herzen des Volkes hinauslaufen, zugejauchzt, aber der Gewinn hiervon ist auch für sie selbst ein sehr zweifelhafter. Während man nirgends die Leute bekennen hört, daß sie durch jüdisches Zeugniß an Religiosität, Zucht, Bescheidenheit, Einfachheit, Sparsamkeit, Arbeitsfreudigkeit, Demuth, Anspruchslosigkeit oder was sonst eine sittliche Eigenschaft ist, zugenommen haben, sehen wir unsäglich viele, die ihre Zeitungen und Schriften lesen, in dem Allen zurückgehn oder daran Schiffbruch leiden. Nein, nicht ein Gewinn an jenen Tugenden ist die Folge des Achtens auf diese jüdischen Stimmen, sondern eine schreckliche Einbuße an Scheu vor allem Heiligen und am Gewissen. Selbst ein Jude, der literarisch höchst übel wirkte. Lassalle, sah sich einmal, als er die Verheerungen dieser und der ihr ähnlichen moderngesinnten Literatur überblickte, zu dem Geständniß genöthigt, daß, „wenn diese Zeitungspest fortdauere, unfehlbar unser Jahrhundert mit einem völligen Bankerott endigen würde". In der That, was die frühere christliche Zeit an Bürger- und Volkstugend und Sittlichkeit geschaffen, das ist besonders auch durch den Einfluß der Predigt verloren gegangen, welche die christusfeindliche Presse der vereinigten freigesinnten Christen und Juden täglich vor dem Volke thut. Jene Zeit, welche mit den Kräften des Evangeliums von Christo am Volke baute, hat in die Gewissen

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