Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 36 (1880)
- Issue
- 1-2 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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11 religiösen Fragen inmitten ihrer christlichen Umgebung, und dies geschieht in stets wachsendem Maße; dies geschieht vor Allem in der Tagespresse und am lautesten in Deutschland. Aber alle diese Bemühungen zielen lediglich darauf hin, den christlichen Glauben in den Gemüthern zu zerstören, ohne dagegen auch nur den Versuch zu machen, ihnen einen besseren an dessen Stelle zu bieten. Ein von Juden geschriebenes Berliner Blatt verhandelt darüber, ob der Sitzungssaal der Synode unserer größten evangelischen Kirche ans dem Festlande, der preußischen, nach Schluß der Berathungen zu „desinficiren" sei; ein jüdischer Stadtverordnetenvorsteher ruft die christliche Bevölkerung gegen die Bekenner uud Vertheidiger des alten christlichen Glaubens als gegen Leute auf, die alle andern auf Scheiterhaufen verbrennen wollen; der Glaube der christlichen Kirche wird durch Juden in der gemeinsten Weise verhöhnt, Prediger des alten Evangeliums werden von Inden in ihrer Presse mit allem erdenklichen Hohn verfolgt und mit Schmutz beworfen oder, wenn das alles nichts hilft, wird der Staatsanwalt gegen sic aufgcrufen. Aus der Schule soll das christliche Bekenntniß schwinden, beut Christenthum im gesummten öffentlichen Leben der christlichen Völker kein Raum mehr gelassen werden, sondern dasselbe nur noch Sache des Einzelnen sein dürfen. Auf dieses Ziel arbeitet die jüdische Presse mit aller Macht und mit allen Mitteln hin. Was haben aber die Juden damit gewonnen und was gewinnen sie damit, daß sie so Christum für das öffentliche Leben verwerfen? Zuerst allerdings folgten sie hierin nur den Christen, welche eine derartige Stellung des Christcnthums im Staate, in der Gesellschaft, der Schule und dem ganzen öffentlichen Leben erstrebten, und waren deren nützliche Bundesgenossen in ihrem Kampfe, nun aber treiben sie Jene auf der einmal erwählten Bahn weiter. Und das Ergebniß? Dasselbe erschreckt bereits viele ihrer bisherigen Freunde. Professor von Treitschke, bekanntlich nicht im Mindesten christlich-orthodox, sondern oft und noch jetzt sehr oft gegen die Vertreter des alten Glaubens recht bitter, und dazu ein politisch Liberaler, ruft dennoch empört aus: „Was jüdische Journalisten in Schmähungen und Witzeleien gegen das Christenthum leisten, ist schlechthin empörend, und solche Lästerungen werden unserem Volke in seiner Sprache als allerneueste Errungenschaften „deutscher" Aufklärung dargeboten!" Oder jener große Kreis von