Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 11-12 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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von Strauß geworden, womit sie auch die letzte von den Juden sie noch trennende Schranke abgebrochen habe. Diese Darstellung von Herrn Scholl enthält ebensvviele Gründe für die Ohnmacht der Freigemeinden; die Juden aber würden von ihm verlangen, daß er weitcrgehe und das Judenthum als die eigentliche Religion anerkenne. Ans dem allmählig fast völlig in den Dienst der Juden übergegangenen Bcrlagsmagazin in Zürich (I. Schabelitz) liegen uns noch zwei Schriften vor: 3. Moralische Kleinigkeiten aus dem Kchooße der allein selig machenden Kirche. 1879. Der Verfasser dieser Erzählungen nennt sich nicht, ist aber wahrscheinlich Jude. Giftiger als hier ist in der Neuzeit wohl kaum je Kirche und Christenthum angegriffen worden. Mit kluger Berechnung aber wird alsdann auf allerlei Weise das Judcnthum verherrlicht. Es gehört zu den Zeichen der Zeit, daß die Form des Kampfes gegen das Christenthum jetzt diese Gestalt annimmt; freilich wird der Religionshaß, wenn erst das Christenthum beseitigt ist, am allerwenigsten die Juden schonen. 4. Aie Krau im Talmud. I. Stern, Rabbiner in Buttenhauseu (Würtemberg). Zürich, 1879. In dieser Schrift wird ein möglichst herrliches Bild von der Stellung, welche die Frau im Talmud einnimmt, gezeichnet. Daß der Verfasser die schönen Aussprüche über den Gegenstand gesammelt hat, ist ganz in der Ordnung; aber der geschichtlichen Wahrheit wird man nur dann gerecht, wenn man nicht ein einseitiges Bild zeichnet, wie es gerade für die eigenen Zwecke paßt. Das gehört aber gerade zu den tiefsten Schäden der jüdischen Schriftstellerei überhaupt, daß sie ganz überwiegend von dem Gesichtspunkte der Verherrlichung der Juden ausgcht. Eben darum hat sie einen so geringen Werth und kann nur mit größter Vorsicht gebraucht werden. Es genügt z. B. gegenüber dem glänzenden Gemälde, welches uns R. Stern von der talmudischen Frau entwirft, daran zu erinnern, daß der Talmud nur drei religiöse Pflichten für die Frau