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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 11-12 (1879) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
11-12 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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181 10. Asiatische Türkei. Der treffliche Missionar Eppstein in Smyrna urtheilt nach 12 jähriger Arbeit auf seiner Station also: „Der Haß der hiesigen Juden gegen das Christenthum und besonders gegen die Bekehrten wird immer heftiger; genährt wird derselbe durch die jüdischen Blätter aus Europa, denen nun die armselige jüdische Presse von Smyrna und Konstantinopel nachcifert, die ganze Gesinnung zumal des Heranwachsenden Geschlechtes in übelster Weise beeinflussend." Missionar Eppstein kommt besonders als Arzt in viele Berührung mit zahlreichen Juden. Um Heilmittel und medizinischen Rath sprechen sie ihn sehr häufig an; und da ihn christliche Freunde in seinem Werke unterstützen, so kann er auch die Medikamente den Armen umsonst darreichen. 3172 Patienten sprachen in der kleinen Apotheke vor, und 297 wurden in ihren eigenen Häusern besucht. Aber vor Allem ist der Missionar bei dieser Arbeit auch Seelenarzt und befindet sich noch in ihren letzten Augenblicken bei vielen Sterbenden. Doch gerade da zeigt sich nicht selten der Haß gegen das Christenthum auf's Bitterste. Eine arme Frau, die sich oft des Missionars Medikamente geholt hatte, fand schließlich im jüdischen Hospital Aufnahme. Da bat sie, ihr doch noch einmal Herrn Eppstein zu rufen, aber man schlug ihr es ab und nannte sie eine Verrückte. Ihr Herzenswunsch ging nicht in Erfüllung; aber sie verpflichtete ihren Mann, dem Miss. Eppstein es zu sagen, wie sehr sie sich nach ihm gesehnt habe, und daß ihr Trost die Worte wären, die er zu ihr und anderen Leidenden einst gesprochen, und an die sie sich bis zu ihren letzten Augenblicken erinnern werde. Zum Missivnsarzte und zur Apotheke desselben lassen die Inden jeden der Ihrigen gern gehen, aber sorgfältig sind sie bemüht, den geistlichen Einfluß desselben zu Nichte zu machen. So war noch in keinem Jahre der Besuch der Missiousgotteödienste schwächer, als in dem vergangenen. Als Eppstein dem Grunde dessen nachforschte, fand es sich, daß an jedem Sonnabend Juden in den Straßen, die zur Missionskapelle führen, ausgestellt waren, um die Leute abzuhalten, dieses Gotteshaus zu besuchen. Die Achtung aber kann man dem Missionar, der so uneigennützig auch den Elendesten dient, nicht versagen. Ein Jude, dem

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