Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 11-12 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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182 gegenüber sich ein Katholik über seine Priester beklagte und der deßhalb von Religion überhaupt nichts wissen wollte, sagte zn dem Manne: „Ich kenne einen Missionar, einen englischen Priester, von dem ich ganz anders reden muß; ich bin von seiner Lauterkeit und seiner brennenden Liebe für die Seelen Anderer fest überzeugt. Wäre ich jünger, so würde ich mich gewiß vom Herrn Eppstein unterrichten und taufen lassen." Oder Juden begegnen ihm auf der Straße, während er zn Kranken geht, da grüßen sie ihn auf's Freundlichste und sprechen: „Gesegnet sind die Füße, die schnell eilen, Gutes zu thuu; Sic müssen mit irgend einer Gnadenbotschaft dahingehn; möge der Herr Sic für Alles belohnen, was Sic den Kindern Israel an diesem Orte Gutes thuu!" Da wird denn auch mancher Widersacher überwunden. Ein ungläubiger Jude z. B., der niemals eine Gelegenheit verlor, gegen die Mission und die Missionare zu sprechen, wurde durch die Freundlichkeit Herrn Eppstein's völlig besiegt; jetzt kommt er zur Missionsapotheke mit dem Gefühle tiefsten Dankes und vor Kurzem legte er zwei Dollars in die Missionsbüchse aus Dankbarkeit dafür, daß die Mittel dieser Apotheke seiner Mutter die Gesundheit wiedergegeben hatten. Aller Widerstand gegen das Werk hat es auch nicht verhindert, daß man fleißiger, als sonst, Bibeln und Missionsschriften kaufte; im Unterrichte befand sich eine ziemliche Anzahl von Personen, und oft ist es nur die Unmöglichkeit, sie später in Smyrna zu erhalten, welche davon abräth, ihnen in jener Stadt die Taufe zu ertheilen. Dennoch sind seit 1870 eine Herberge für Wanderer, eine Kapelle und eine Missionsapotheke daselbst geschaffen und 20 jüdische Personen getauft worden. Der Mission in Jerusalem steht gegenwärtig Rev. Kelk vor. Der Boden daselbst ist immer noch ein sehr harter. Die Rabbinen, in deren Händen die allgemeine Spende der Jndenschaft aus der ganzen Welt für die Armen der heiligen Stadt liegt, üben über die jüdische Bevölkerung derselben ein strenges und tyrannisches Regiment aus. Alan will die Leute völlig von jeder Berührung mit europäischer Bildung und europäischem Denken fern halten; denn man fürchtet, daß sie auf diesem Wege dem Jndcnthnm untreu werden könnten. Und manchmal geschieht das allerdings. Drei junge Männer, die nur, um sich geistig zn beschäftige», christliche