Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 11-12 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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179 8. Wumänien. Recht verschieden war die Aufnahme, welche die Missionare und ihre Botschaft unter den rumänischen Juden fanden. Zum Theil begegneten sie heftigem Widerspruche, zum Theil nahm man sie freundlich auf. Bei einer Gelegenheit trieb man den Missionar mit Hunden aus dem Hose; bei einer anderen wurde der Kolporteur nur durch das- Dazwischeutrcte» einiger gemäßigten Juden den Händen wüthcnder Chasidim entrissen. An etlichen Orten hatten die Missionare aber auch ihre Freude über den Hunger der Juden nach Gottes Wort, und mehrere Male trafen sie Proselyten ihren Brüdern eifrig die Wahrheit in Christo bezeugen. Sehr reichlich war die Verbreitung von heiligen Schriften, zumal unter den jüdisch - russischen Soldaten. Zwei Kolporteure zogen aber auch den größeren Theil des Jahres von Stadt zu Stadt unter der brennenden Hitze des Sommers und in der strengen Kälte des Winters, die schnellen Uebergüngc des Klima's in diesem Lande ruhig ertragend. Große Mühe gab man sich jüdischcrscits, die jüdischen Schüler aus der Missionsschule in Bukarest zu ziehen, in welcher 191 jüdische Mädchen Unterricht erhielten, aber man erlahmte zuletzt. Gar manchem Kinde gehen hier jedoch die Augen über die Verkehrtheit der talmndischen Lehre auf. So verglichen einmal etliche der älteren Kinder die Gebote der Bibel und des Talmud mit einander, als ein Mädchen bemerkte, das Verbot der Rabbinen, Milch und Fleisch zu essen, widerspräche der Bibel, „denn Abraham nahm ja, wie geschrieben steht, Butter und Milch und das geschlachtete Kalb, setzte es den Engeln vor, und sic aßen". Das machte sichtlich auf die Anderen einen Eindruck. Im klebrige» ist Rumänien mit seiner Judenfrage jetzt ein besonders schwieriger Boden für die Mission, und darf doch gerade, weil allein die Bolschaft des Evangeliums den Frieden hin und her schaffen kann, nicht verlassen werden. 9. Europäische Türkei. Die jüdische Bevölkerung des türkischen Reiches hatte natürlich unter dem allgemeinen Wirrwarr desselben auch an ihrem Theile mitzulciden; aber der Herr hatte hiebei mit ihr Friedensgedanken. Die vielen Hunderte von Jude», welche sich nach Konstantinopel 12»