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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 11-12 (1879) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
11-12 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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1T7 meinen Gespräches war, und der Ehacham genöthigt wurde, sich darüber mit den Chachams von Bagdad, Tunis und Konstantinopel in Verbindung zu setzen. Die alsdann empfangene Belehrung wurde etliche Sabbathe hindurch in den Synagogen verlesen, und uns streng verboten, je wieder solche Bücher anzunehmen." Auch erzählten diese Soldaten, daß sie im Besitze von Geschlechtsregistern wären, die cs feststcllten, daß sie zu den Stämmen gehörten, die nach der Babylonischen Gefangenschaft nicht nach Jerusalem zurückkehrten, und daß die Juden nirgends so große, blutige und grausame Verfolgungen wie sie erlitten hätten. Nun aber wären sie, wenn auch niedrig gehalten, doch hinsichtlich ihres Lebens und Eigenthums nicht gefährdet. Ihre Hoffnung in der ganzen Zeit ihrer Zerstreuung sei ein Messiaserlöser gewesen, und diese Hoffnung habe ihnen Trost und Kraft verliehen, um alle die Leiden zu ertragen, welche sie theils unter Persischer Herrschaft, theils in Rußland auszusteheu hatten. Unter dem Regimente des gegenwärtigen Kaisers habe sich ihre Lage sehr verbessert, und man klage sie nicht mehr an, daß sie Menschenblut zur Bereitung ihrer Osterkuchen brauchten. Den Missionaren wird vielfach von den Juden selbst mit ausgesprochener Freundlichkeit und Herzlichkeit begegnet. Rev. Ellis wurde so von den jüdischen Vorstehern eingeladen, der Eröffnung der neuen großen Synagoge in Warschau beiznwohnen, bei welchem Akte die größten Würdenträger Polens zugegen waren. Bisher hatte man übrigens den Juden nicht erlaubt, die Synagogen an der freien Straße zu erbauen, wie es diesmal geschehen ist, sondern sie mußten dieselben an einem versteckten Platze aufrichten. Ebenso erhielt derselbe Missionar nach seiner Rückkehr von einer Badereise eine Einlaßkarte zum Eintritt in die Synagoge am Versöhnungstage. Allerdings fehlt es nun auch den Missionaren nicht an ernsterem Widerspruche und an feindseligen Begegnungen von Seiten der Juden, aber im Allgemeinen dürfen sie es doch mit großem Danke rühmen, daß ihnen der Zugang zu den Juden recht leicht gemacht werde. Kischineff hat gleichfalls wieder manche erfreuliche Erfahrungen aufzuweisen. Eine Bekehrung an diesem Orte zumal hat allen Anspruch auf unsere Thcilnahme. Vor einigen Jahren trat bei einem jüdischen Uhrmacher in Kischineff ein jüdischer Knabe als Lehrling 12

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