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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 11-12 (1879) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
11-12 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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172 ihnen den Heiland verkündigen. Eine ähnliche Schule hat eine verwittwete Proselytin in einer anderen Stadt errichtet und steht derselben mit großem Fleiße vor. Missionar Flad aber erhält von der Missionsgescllschaft in Baden jährlich eine Summe zur Verbreitung von Schriften unter den Juden und zur Unterstützung armer Prosclyten in Baden, während ihm ein Stuttgarter Kaufmann für die Verthcilung von Schriften unter den Würtembcrgischen Juden 200 Mk. einhändigte. Und was hier so in einzelnen Beispielen angeführt ist, das soll nur eine allgemeine Erfahrung der verschiedenen Missionare auf den deutschen Stationen bezeichnen. Aber allerdings ist es geradezu eine Lebensfrage für die Mission, daß dieselbe immer mehr ein allgemeines Werk aller lebendigen Christen wird. Erst dann wird die Missionsarbeit den rechten und ihr gebührenden Verlauf nehmen, wenn die Missionare selbst nur die Ersten und die Führer in dem Werke sind, mit denen die Anderen Hand in Hand gehen. Dahin ihr Streben zu richten, müssen die Gesellschaften und die Missionare selber es sich auf's Acnßerstc angelegen sein lassen, und, wo sie das nicht thun, schädigen sie ihre eigene Sache. 4. Isrankreich. Die Ausstellung in Paris bot diesmal eine besondere Gelegenheit, vielen französischen und auswärtigen Juden mit dem Zeugnisse des Evangeliums nahezutreten. Eine Bibclnicderlage ans dem Trocaclero mit hebräischer Ueberschrift und ein Modell der Stiftshtttte auf dem Champ de Mars übten eine große Anziehungskraft ans zahlreiche Inden aus. Ueberdcm wurden dieselben durch Karte» in verschiedenen Sprachen zu religiösen Besprechungen in der Bibelniedcrlage eingeladcn, und viele folgten dieser Aufforderung. Zwischen 30 bis 40 Juden kamen so täglich mit den Missionaren in Berührung, und allen denselben wurde Christus gepredigt, oder Traktate und. Schriften an sie vcrthcilt. Längere Gespräche fanden in der Bibelniedcrlage statt, da die Ausstellung selbst nicht der Ort dafür war. Eine. besonders wichtige Erfahrung machten die Missionare darin, daß eine große Zahl der Juden, die doch aus so verschiedenen Ländern gekomnien waren, andere Judcnmissionarc bereits kannten und vielfach auch mit solchen über religiöse Gegenstände gesprochen hatten. Es zeigte

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