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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 11-12 (1879) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
11-12 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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169 Sehr erquicklich war das Ende eines alten Proselyten Abraham van der Heide, der 89 Jahre alt starb, nachdem er über 32 Jahre als Christ gelebt hatte. Er war ein einfältiger, sich selbst verleugnender und beständiger Christ; jeden Sonntag ging er nach der Zions-Kapelle, wiewohl er es später nur auf einen Stock gestützt thun konnte. Seine letzten 4 oder 5 Jahre brachte er meistens im Bette zu, war aber immer still und voll Vertrauens, und seine Hoffnung ruhte in der Gnade Gottes durch Christum. Kurz vor seinem Abschiede sagte er zu Miss. Bloch: „Ich bin der Güte Gottes, die mir meine Sünden vergeben hat, dankbar; jetzt würde mir der innere Kampf zu schwer werden. Darum sei Gott Dank dafür, daß er mich in bessern Tagen so wohl versorgt hat." 3. Deutschland. Von allen deutschen Stationen hört man die gleiche Klage über das Schwinden alles Glaubens unter der Mehrzahl der Juden des Landes. „Der allgemeine Unglaube der Zeit", schreibt der erfahrene Miss. I). Biesenthal, „hat die alten Synagogen gestürzt, die sich selbst zu sichern meinten, wenn sie sich in moderne Tempel verwandelten; aber diese sind nun von allem eigentlich Jüdischen verlassen und können leicht für Theater oder Börsen angesehen werden. Die Gebete haben jede Spur des alten Judenthums verloren und enthalten nicht mehr das Verlangen nach der Rückkehr in die alte Heimath, nach dem Messias oder der Vergebung der Sünden. Durch die politische Macht, welche die Juden erlangt haben, sind sie nun voll Stolzes und Selbstgefälligkeit geworden, und üben jetzt nicht blos in politischen, sondern auch in kirchlichen Dingen und in allen christlichen Beziehungen einen bösen Einfluß aus. Die Presse, die politische, wie die religiöse und wissenschaftliche ist vielfach in jüdischen Händen; der Zorn gegen die Proselyten ist nie so heftig gewesen; jede Schrift eines solchen wird angegriffen und iu's schlechteste Licht gestellt." Der älteste aller Jndeumissionarc der Gegenwart, Prediger I. Hartmann in Breslau sagt: „Die Juden unseres Distriktes verlassen mehr nnd mehr nicht blos die Traditionen ihrer Väter, sondern verlieren auch den Glauben an das Wort Gottes. Geld, Reichthum, Wissenschaft, Kunst, Ehre und andere weltliche Dinge sind ihre Götter nnd Götzen. Sv manche von ihnen sprechen

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