Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 9-10 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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152 Die Rückkehr in die Heimath wird unter den Neuorthodoxen nicht geleugnet, sondern noch feftgehalten, aber sie hat nur den Reiz für dieselben, daß sie ihrer Gesammtheit den Stützpunkt eines eigenen politischen Gemeinwesens bieten soll, tritt jedoch auch in ihrer Mitte in den Hintergrund. So liegt nun der ganze Prozeß der Umwandlung vor unsern Augen, welcher in den Gedanken der Juden über ihre Zerstreuung vorgegangen ist. Diese Umbildung aber hat endlich zu einer Umkehrung der Schriftzeugnisse in das vollständige Gegentheil derselben geführt. Gerichtsgang — und Erleuchtungsgang; die Verurtheilten Gottes — und der Messias, der Erlöser der Völker; die Entheiliger des Namens Gottes unter den Nationen — und die Sonne für die Welt, der Priester der Völker; Ein Fluch unter den Völkern — und das Salz, der Sauerteig derselben stehen hier schroff einander gegenüber. Nicht zur Buße hat sich Israel bisher durch seine Zerstreuung führen lassen, sondern in steigendem Maße zur Ertödtung des Schuldbewußtseins und zum trotzigsten Widerspruche gegen die Stimme Gottes durch Mose und alle Propheten. Wir halten dies den Christen vor, damit sie erkennen, mit welcher Liebe sie das heutige Israel lieben sollen, auf daß es die rechte heilige Liebe sei. Wir bringen diese Zeugnisse den Juden entgegen, damit sie auf ihrem Wege stille halten und sich selber fragen: Wo gehen wir hin? Jüdisches Jeugniß über den -Linfluß der lalmudijchen Ueügion auf die stttüchen Unschauungen. Die Schriften von W. Marr über die Juden haben eine lebhafte Antwort aus deren Mitte hervorgerufen. Unter Anderen richtet sich „ein Unparteiischer" in einer Broschüre „Wucher und Intoleranz" (Zürich, 1879. Schabelitz) gegen jenen Schriftsteller. Sehr bemerkenswerth finden wir hier die Prüfung, die der jüdische