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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 9-10 (1879) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
9-10 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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149 Daneben aber läuft nun überall eine Beurtheilung ihrer selbst, die recht anders lautet, und die besonders scharf zwischen der Heiligkeit der Juden und der Unheiligkeit der Völker, in deren Mitte sie wohnen, unterscheidet. So heißt es im Morgengebet: „Alle Gottheiten der Völker sind Götzen". „Du zeichnetest uns durch Kenntniß deines Gesetzes aus und lehrtest uns dadurch nach den Bestimmungen deines Willens handeln. Da unterschiedest du das Heilige von dem Unheiligen, Licht von Finsterniß, Israel von den Völkern, den Ruhetag von den sechs Werkeltagen." „Sei eingedenk unsers täglichen Bekenntnisses, daß du ein einiges ewiges Wesen bist." „Sei einem Volke gewogen, das täglich zweimal mit Innigkeit die Einheit deines Namens anerkennt!" Im Morgengebet des Montags und Donnerstags beten Vorbeter und Gemeinde zwei Mal, nachdem von ihren Leiden und Gottes Heimsuchungen die Rede war: „Und dennoch haben wir deinen Namen nicht vergessen, o, vergiß auch du unser nicht, ewiger Gott Israels!" „Schützer des einigen Volks, beschütze den Rest des einigen Volks, daß nicht untergehe das einige Volk, welches die Einheit deines Namens mit den Worten anerkennt: der Ewige, unser Gott-ist ein einiges ewiges Wesen! Schützer des heiligen Volks! beschütze den Rest des heiligen Volks, daß nicht untergehe das heilige Volk, welches das Dreimalheilig dir, dem Heiligsten, zürnst!" „Uns liegt es ob, den Herrn des Weltalls zu preisen, den Hervorbringer der Schöpfung zu verherrlichen, daß er uns nicht gemacht hat wie die Völker der Länder und uns nicht gleichgestellt hat den Geschlechtern der Erde und uns ein besseres Ziel als jener Menge gesetzt." Aus dem Morgengebet des Sabbaths: „Nicht gabst du, Herr, unser Gott, den Völkern der Länder den Sabbath, und nicht hast du, unser König, ihn denen verliehen, die fremden Göttern dienen. Auch sollten sich nicht Gottlose seiner Ruhe freuen, sondern Israel, deinem Volke, gabst du ihn aus Liebe!"

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