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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 9-10 (1879) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
9-10 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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143 Sehr zahlreich sind die gleichlautenden Stellen bei Hesekiel. Besonders betont dieser Prophet, was wir auch soeben bei Jeremias haben aussprechen hören, daß die Erlösung Israels aus dem Gefängnisse der Völker lediglich eine That der freien, sündenvergebenden Gnade Gottes sei, und nicht durch das Wohlverhalten des Volks veranlaßt werde, so daß für Israel denn auch nichts anderes übrig bleibe, als Scham über sich selbst. Wir lesen: K. 16, 60. Ich will aber gedenken an meinen Bund, den ich mit dir gemacht habe zur Zeit deiner Jugend, und will mit dir einen ewigen Bund aufrichten. V. 61. Da wirst du an deine Wege gedenken und dich schämen. V. 63. Auf daß du daran gedenkest und dich schämest und vor Schande nicht mehr deinen Mund aufthun dürfest, wenn ich dir alles vergeben werde, was du gethan hast, spricht der Herr. Oder K. 20, 35: Ich will euch bringen in die Wüste der Völker und daselbst mit euch rechten von Angesicht zu Angesicht. V. 42—44: Und ihr werdet erfahren, daß ich der Herr bin, wenn ich euch in'S Land Israel gebracht habe. Daselbst werdet ihr gedenken an euer Wesen und an all euer Thun, darinnen ihr verunreinigt seid, und werdet Mißfallen haben über alle eure Bosheit, die ihr gethan habt. Und werdet erfahren, daß ich der Herr bin, wenn ich mit euch thue um meines Namens willen und nicht nach eurem bösen Wesen und schädlichen Thun, du Haus Israel, spricht der Herr. Ferner K. 22,15: Ich will dich zerstreuen unter die Völker, und dich verstoßen unter die Länder, und will deines Unflaths ein Ende machen. V. 16. Daß du bei den Heiden mußt verflucht geachtet werden und erfahren, daß ich der Herr sei. Ganz besonders betont dieser Prophet, daß auch in den fernen Ländern selbst die zerstreuten Juden durch ihr Thun und Treiben das göttliche Mißfallen auf sich selbst herabrufcn. K. 36, 20: Sie hielten sich wie die Völker, dahin sie kamen, und entheiligten meinen heiligen Namen, daß man von ihnen sagte: Ist das des Herrn Volk, das aus seinem Lande hat müssen ziehen? V. 21. Aber ich verschonete um meines heiligen Namens willen, welchen das Haus Israel entheiligte unter den Völkern, dahin sie kamen.

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