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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 9-10 (1879) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
9-10 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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142 K. 30, 1: Wenn nun über dich kommt dies alles, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du in dein Herz gehest, wo du unter den Völkern bist, da dich der Herr, dein Gott, hin verstoßen hat, V. 3. So wird der Herr, dein Gott, dein Gefängniß wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder versammeln aus allen Völkern, dahin dich der Herr, dein Gott, verstreuet hat. Ganz dasselbe aber bezeugt der Herr dem Salomo 1. Könige 9: V. 6. Werdet ihr euch aber von mir hinten abwenden, V. 7. So werde ich Israel ausrotten von dem Lande, das ich ihnen gegeben habe. .. und Israel wird ein Sprüchwort und Fabel sein unter allen Völkern. Also auch hier wird genau wie bei Mose von den zerstreuten Juden gesagt, daß sie in der Fremde unter einem Gottesgericht leben, und daß eben daher auch die Völker an ihnen Gerichtete Gottes zu sehen bekommen werden. 2. Chronik« 7,19 fl. aber wiederholt die Worte von 1. Könige 9. Nicht anders stellt sich die Sache bei den Propheten. Jesaia 64 beschreibt, wie dem zerstreuten Volk die Augen aufgehen und wie sein Bußbekenntniß lautet: K. 64, 6. Nun sind wir allesammt wie die Unreinen, und alle unsere Gerechtigkeit ist wie ein unfläthig Kleid. Wir sind alle verwelket wie die Blätter, und unsere Sünden führen uns dahin wie ein Wind. Der Prophet Jeremia handelt an vielen Stellen davon, daß Israel zur Strafe seiner Sünden aus seinem Lande vertrieben und in das Gefängniß, die Fremde, wandern soll, der Herr sich aber auch wieder desselben erbarmen und es ans allen fernen Landen zurückführen wolle. So bekennt das verbannte Israel z. B. Kap. 31, 18: Du hast mich gezüchtigt und ich bin auch gezüchtigt wie ein geil Kalb; bekehre du mich, so werde ich bekehret, denn du, Herr, bist mein Gott. V. 19. Da ich bekehret ward, that ich Buße; denn nachdem ich gewitzigt bin, schlage ich mich auf die Hüfte. Denn ich bin zu Schanden worden und stehe schamroth, denn ich muß leiden den Hohn meiner Jugend.

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