Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 9-10 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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186 Verfolgung, nicht Hunger, nicht Blöße, nicht Fürstenthum, nicht Gewalt, nichts Gegenwärtiges, nichts Zukünftiges, nichts Hohes, nichts Tiefes, nicht das Gesetz Gottes, nicht der Zorn Gottes, nicht der Teufel, nicht der Tod, nicht die Hölle und nicht die Verdammniß wird dich aus meiner Hand reißen. Darum kann auch mein Herz mit dem Apostel Paulus sagen (Röm. 14, 8): Lebe ich, so lebe ich dem Herrn, sterbeich, so sterbe ich dem Herrn; darum, ich lebe oder sterbe, so bin ich des Herrn. Denn wie sollte ich mir selber leben oder sterben können? Sintemal ich mit Wahrheit weiß, daß die Jungfrau Cacilia recht geredet hat, da sie kurz vor ihrer angehenden Marter sagte: An einem Christen stirbt nichts, denn sein Jammer und Elend. — Ja, ich bin nach meiner Seele dem Herrn schon heimgestorben, nach dem Zeugniß Sankt Pauli, da er schreibt (Colosscr 3, 2): Denn ihr seid gestorben. Mein Leib aber, welcher zwar noch außer der Kirche und todt ist, wird der Kirche Christi erst einverleibt werden, wenn er zeitlich stirbt, und muß also der Tod nicht mich, sondern sich selber tödten. Darum denn auch am jüngsten Tage mein Leib nicht mir, sondern dem Herrn leben wird. Demselben Herrn zu Ehren will ich mit Geduld von den armen, blinden Juden leiden, daß sie (nach ihrem alten Gebrauch, da sie zu sagen pflegen, vor der Geburt des Jesu von Nazareth, da die Heiden noch Sonne, Mond und andere Sterne anbeteten, seien wohl etliche Juden zu den Heiden gefallen, darum, daß dieselben Planeten ihre Wirkungen in den Früchten der Erde haben; Jesus aber sei ein todter Mensch und könne Niemand etwas Gutes thun, darum auch jetziger Zeit Niemand wegen der Religion von ihnen zu den Christen trete) auch von mir sagen werden, ich hätte mich nicht wegen der Religion von ihnen zu den Christen gekehrt, dieweil Gott weiß, und ich die Gedanken in eines Herzens in diesem Büchlein männiglichem geofsenbaret habe, nämlich, daß ich's einig und allein wegen der Religion gethan habe. Item, wenn sie sagen, ich habe inich darum taufen lassen, daß ich der schweren Last des Gesetzes habe entgehen wollen; sintemal alle rechten Christen und Kinder Gottes wissen, daß ich nunmehr, da ich, Gott Lob, ein Christ bin, mich selber und die ganze Welt verachten muß; meine Feinde lieben und für meine Verfolger