Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 7-8 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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110 Sohn und heiligem Geist dafür danken. Wollet ihr aber Gott nicht folgen und wollet auch mich wegen seines lieben Sohnes, meines Erlösers verfolgen, so dürft ihr auch nicht mir, sondern Gott, meinem und eurem Schöpfer dafür antworten. Ich aber will mein Gewissen vor Gott und allen Creaturen befreit haben und unschuldig sein an dem Blute und Seelen derer, die durch den leidigen Talmud verführet werden. Und weil ich gar gewiß und übergewiß aus Gottes Wort weiß, daß Er droben ist und Herabkommen wird, dem Jedermann antworten muß, und ich auch an jenem großen und herrlichen Tage mit Abraham, Isaak, Jakob und den zwölf Aposteln ans den zwölf Stühlen sitzen werde, zu richten die Lebendigen und die Tobten, will ich, wenn der Erzvater Abraham, Ruth die Moäbitin, und Naeman, der Syrer, ihre Eltern verdammen, wenn Hiob sein Eheweib, Noah seine Blutsfreunde, Schwäger, Schwägerinnen und Jünger, Loth seine Sodomiter, und der Prophet Elias seine Zuhörer richten, alsdann auch alle meine Blutsfreundschaft, auch alle meine jüdischen Jünger und Freunde, welche sich nicht in dieser Welt bekehren, verdammen und zum ewigen Feuer verurtheilen, als die, für welche ich Tag und Nacht gesorget, für sie gebetet und dieses Büchlein mit Mühe und Arbeit, mehres Theils ihretwegen geschrieben' habe und sie haben's nicht annehmen wollen. Aber ich hoffe, Gott soll ihrer noch Etliche bekehren, damit sic mit mir zum ewigen Leben eingehen mögen. Amen." (Schluß folgt.) Äbessinische Griefe an Missionar Flad. 1. Wrief des Sanbaln. Der schnelle Tod unsers lieben Bruders Agasche geht mir immer noch sehr nahe. Wir standen einander so nahe und waren so innig in der Liebe Jesu rniteinander verbunden. Er starb an den Pocken und soll vor seinem Sterben immer nach meinem Bruder Samani gerufen haben: „Mein Bruder Samani, warte, ich komme auch, laß uns miteinander gehen!" Er hatte ein Vorgefühl von seinem Tode, weshalb er auch halb bei seiner Erkrankung das heilige Abendmahl verlangte, und nach demselben soll er in aller Ruhe gesagt haben: „Ich werde sterben und heim