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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 7-8 (1879) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
7-8 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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109 Alsdann aber geht G. zum andern Theile über, der 19 Capitel und 210 Seiten enthält, und hier wird nun die Lehre der Schrift der rabbinischen cntgegengestcllt. Ein besonderes Capitel handelt davon, daß der Talmud verworfen, aber nicht verbrannt werden solle. Das Schlußcapitel aber ist eine Ansprache an die Juden, aus der wir es uns nicht versagen können, das Folgende mitzutheilen: „So bitte ich euch nun, meine lieben Juden, beide, die dieses Büchlein lesen und auch die es hören lesen, die Gott im Himmel, die Wahrheit und ihre eigenen Seelen lieb haben, ihr wollet doch erstlich Gotte die Ehre geben, von euren Jrrthümern abstehen und der Wahrheit beipflichten, weil die Gnadenthüre noch offen ist, auf daß ihr neben mir und andern Kindern Gottes selig werdet. Denn Gott weiß, daß ich allen Juden die Seligkeit von Herzen gönnen möchte, und wenn ich euch allen oder auch nur einem ferner dazu dienen könnte, wollte ich's nicht lassen, ja, ich wollte keinen Schlaf dafür nehmen, bis ich ihn auf den rechten Weg der Wahrheit gebracht hätte, dessen mag sich ein Jeder zu mir versehen und sich kühnlich darauf verlassen. Denn das ist meines Herzens Wunsch, und bitte auch Gott täglich mit dem Apostel Paulus, daß alle Juden selig werden; und gebe euch auch gern das Zeugniß, daß ihr euch um Gott eifert, aber mit Unverstand. Denn ihr kennt die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, sondern pocht und trotzt auf eure selbsterdachten guten Werke und meinet, wer nur spricht, er sei ein Jude, er sei Abrahams Same, der werde selig, und Gott sei ihm den Himmel zu geben schuldig, und wisset oder glaubet nicht, daß dieser nicht ein Jude ist, der auswendig ein Jude ist, und daß dieses nicht eine Bcschneidung ist, die auswendig am Fleisch geschieht (Römer 2, 28). Denn es sind nicht Alle Israeliten, die von Israel sind (Römer 9, 6), auch nicht Alle, die Abrahams Samen sind, darum auch Gottes Kinder. Auch nicht, die das Gesetz haben oder hören, sondern die das Gesetz thun, werden gerecht sein. Und das kommt alles daher, daß ihr das Neue Testament nicht lesen wollt; und ich glaube und halte gewiß, wenn ich das Neue Testament nicht in meinem Judenthume gelesen hätte, ich wäre aus diese Stunde noch nicht zur Erkenntniß der Wahrheit gekommen. Wollt ihr nun der Wahrheit göttlichen Wortes, wie ich wünsche und hoffe, folgen, so dürft ihr nicht mir, sondern Gott, Vater,

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