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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 7-8 (1879) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
7-8 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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105 »ach Richard Simon von einem gewissen Helvetus angefertigte französische Uebersetzung soll durch Schuld des Buchdruckers verloren gegangen sein. Letztere Schrift nun zerfällt in zwei Theile; im ersten wird „die ganze jüdische Religion und falscher Gottesdienst beschrieben", im zweiten „dieselbe beides, durch die Schrift des Alten Testamentes und des Talmud selbst gründlich widerlegt". In welchem Geiste dieses Buch geschrieben ist, werden am besten die Vorrede und der Schluß desselben zeigen. In der Vorrede heißt es: „Es haben sich zwar viele Leute unterstanden und unterstehn sich noch täglich durch viele und mancherlei Mittel und Wege, daß sie die armen blinden Juden aus ihren angebornen Jrrthümern und Finsternissen reißen und zu dem Lichte göttlicher Wahrheit bringen möchten. Wie solches bei den jüdischen Geschichtsschreibern selbst zu lesen, daß etliche Päpste, desgleichen auch andere Potentaten die Juden mit in ihre Kirchen zu gehn, ihre Ceremonien und Gottesdienste anzusehn gezwungen haben, indem dieselben ja viel mit dem Gottesdienste im A. T. übereinkämen. Sobald sie aber ihre nichtigen und vielfältigen Götzen und Bilder und das viele Kniebeugen vor denselben in ihren Kirchen sehn, haben sie sich viel lieber wollen verbrennen lassen, als den christlichen Glauben annehmen. Andere haben sie durch Armuth oder Verbrennung aller talmudischen Bücher zwingen wollen. Die Geistlichen haben in ihren Predigten und Schriften gelehrt, man solle die blinden Gotteslästerer als Feinde und Mörder Christi verfolgen und ausrotten. Etliche wollen sie ihrer Jrrthümer aus ihren eigenen jüdischen Büchern überzeugen, West aber diese Schriftsteller selber der Juden Bücher nicht gelesen hatten oder wohl auch zum Theil in ihrer Sprache nicht lesen konnten, haben sie sich nicht geschämt, mancherlei Lügen zu setzen, als sollte dieses oder jenes in diesem oder jenem Buche stehn, welches sich doch in der Wahrheit viel anders befindet. Darum es auch vielmehr zur Stärkung des jüdischen Glaubens als zu dessen Vernichtung dient; daher sie nicht unbillig von den Juden verlacht werden. Etliche haben es aus der Kabbala (jüdischen Geheimlehre) thun wollen, also daß sie aus dem hebräischen Worte bara (er schuf) die Dreifaltigkeit, und aus dergleichen kabbalistischen Dingen sehr viel erzwingen wollten, davon weder ein Prophet, noch Christus,

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