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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 7-8 (1879) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
7-8 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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100 Gnadenbefehl den 19. Oktbr, An. Jesu Christi 1600 in Ew. Fürstl. Gnaden Stadt Halberstadt von dem ehrwürdigen und hochgelehrten und nunmehr seligen Herrn Jesaia Silberschlag, der heil. Schrift Doktor und Prediger göttlichen Wortes, in der Kirche zu St. Martini (vor volkreicher Versammlung) in dem Namen der heil. Dreifaltigkeit getauft worden, welche große Wohlthat der Allmächtige an Ew. Fürstl. Gnaden und dem ganzen Fürstl. Hause Braunschweig nicht unbelohnt lassen wird. Und ich will nicht «blassen, die Tage meines Lebens für Ew. Fürstl. Gnaden langwährende Gesundheit, langes Leben und glückliche Regierung, auch zeitliche und ewige Wohlfahrt zu bitten." Auf sein eigenes Begehren aber hatte er in der Taufe den Namen Christianus erhalten. Der Anfang in seinem Christenstande war schwer. Die Juden enthielten ihm all' das Seine vor, er mußte all' sein Geld und Gut lassen. „Aber ich habe das arme Kreuz Christi willig, ohne vorhergehende Erinnerung eines Menschen, allein auf den Befehl Christi, welchen ich in seinem Worte gefunden, auf mich genommen." Nach der Taufe hat er sich meistentheils in Halberstadt aufgehalten bei Magister Daniel Sachs, dem Vater von Daniel Sachs in Anhalt, der ihm neben anderen frommen Christen freien Tisch gewährte. Hierauf kam er nach Helmstädt, wo er ein fürstlicher Stipendiat war und Privat - Vorlesungen über die Hebräische Sprache hielt. Seine trefflichen Kenntnisse in dieser Sprache hatten zur Folge, daß ihn der König von Dänemark von der Universität Helmstädt nach Kopenhagen berief, woselbst er Studenten der Theologie hebräischen Unterricht zu ertheilen hatte. Auch später noch und bis kurz vor seinem Tode hat Gerson vielfach in dieser Sprache unterrichtet, selbst einige fürstliche Personen und mehrere Adlige. Viele Gelehrte und des Hebräischen kundige Männer standen mit ihm über Fragen aus dem hebräisch-sprachlichen Gebiete in Briefwechsel, ganz besonders auch der berühmte Orientalist Buxtorf in Basel, der seine Gelehrsamkeit sehr gerühmt und einen regen brieflichen Verkehr mit ihm unterhielt. Nach seiner Taufe hat sich Gerson aber auch eifrig bemüht, seine Familie zum Herrn zu führen. Die Trennung von derselben bei seinem Uebertritt war ihm überaus schmerzlich geworden, und an dem Sohne zumal hing seine ganze Seele; der Gedanke an die Seinen und besonders an ihr ewiges Heil beschäftigte ihn

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