Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1879-01-01 · 3-4 (1879) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
3-4 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554852-2554855--07159-2563166
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

SV sicher stellen mögen. Wir selbst aber warten mit dem größte« Verlangen auf denjenigen Tag, da der Jüngling von seinem Lager aufbrechen wird, und da wir mit einem Herzen dem Vater, Sohne und heil. Geiste singen werden, und wenn das A und O, der Anfang und das Ende das, was bisher krumm gewesen, gerade machen und alle vier Theile der Welt vereinigen und mit einem ewigen Segen segnen werde. Wir wiederholen unsere treuen Wünsche von Grund unserer Seelen bei Ew. Exc. und hoffen, daß, wie Dieselben Viele von uns auf den Weg der Gerechtigkeit führen, solche auch wie die Sterne leuchten werden. Der heil. Geist, der Geist der Salbung und des Friedens, spreche zu dem Herzen Ew. Exc. Worte der Liebe, der Hilfe und der Barmherzigkeit für das Heil unserer Seelen. Wir überlassen uns dem Gebete und Erzbischöflichen Segen Ew. Exc. Wir küssen Füße, Hände und Dero Kleider als eines Gesandten Gottes. Der Friede Jesu Christi wohne in Dero Haus. Wir sind Ew. Exc. in Christo dem Herrn und Heilande gehorsamste Söhne. Moses Ben Israel von Sigeth. Meyer Ben David von Sigeth im Namen Aller. Aron Ben Samuel aus der Wallachei von Czernec. Anczel von Schloma. Moses Söhne. Esdras Ben Israel. Morko Ben Jacob von Bukarest im Namen Aller." Diese Inden wandten sich aber auch an den König von Polen, August III. Das Anschreiben an denselben lautet: „Das Volk Israel, das sich durch die Gnade Gottes zu seinem Könige, dem Messias wendet, der sich in seiner unendlichen Liebe für das ganze menschliche Geschlecht hat martern lassen, nimmt sich hiermit die Freiheit, gegenwärtige unterthänige Bittschrift Ew. Majestät zu Füßen zu legen. Das sind die Wirkungen eines sanften und gelinden Regimentes, so dieses rechtgläubige Reich genießt, und Früchte der weisen und klugen Negierung Ew. Maj., daß wir bisher ungläubige und verblendete Juden, die wir nunmehr die im Gesetze Mosis und den Propheten verdeckte Wahrheit erkannt, als verwundete Rehe zu dem reinen Quell, d. i. zu der Lehre, die aus den Wunden des an das Kreuz gespannten Messias fließt, hinzulaufen mögen. Es ist kein Werk, das wir unfern eigenen Kräften zuschreiben können, denn so lange wir auf unserm hartnäckigen Willen bestanden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.