Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 3-4 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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51 ist Gott vor uns vorübergezogen, und ein starker Wind, der ihm gefolgt, der selbst die Felsen zerschmeißt, hat unsere irrthumsvollen Absichten bewegt, wankend gemacht, ja endlich ganz über den Haufen geworfen. Solches gehört einzig und allein dem Geiste Gottes zu. Dieser hat als ein sanfter Westwind gnädig auf uns geweht, das steinerne Herz von uns genommen und uns ein fleischernes gegeben. Die großen Verdienste Ew. Maj., die der große Jehovah mit seiner heiligen Hand gewogen und sie tüchtig und angenehm befunden, sind es allein, die Ew. Maj. als einem Vater der Kinder der Gnade die Anzahl der treuen Unterthanen vermehrt, und diese rufen alle insgesammt mit einem Munde und Herzen Tag und Nacht zu dem Gott der Heerschaaren, dem großen Zebaoth, um von demselben Ew. Maj. nicht nur ein langes Leben, sondern auch eine lange, ruhige, glückliche und unüberwindliche Regierung zu erbitten. Es wird Allerhöchstdenselben bereits bekannt sein, durch was für einen langweiligen, beschwerlichen und mit vielen Hindernissen angefüllten Weg uns die Hand Gottes zu seiner Gnade führt. Der ehemalige Bischof von Kamieniec und nachgehends ernannte Erzbischof von Lemberg, Graf Dembowski, dessen Andenken jederzeit im Segen sein wird, den wir als unfern Vater und Führer betrachten, ja, den wir niemals genug betrauern können, hat sich unsertwegen alle ersinnliche Mühe gegeben und dabei oft Schweiß vergossen. Doch sehn wir uns nach seinem Tode genöthigt, um uns vor unfern Feinden in Sicherheit zu bringen, unsre Zuflucht zu der Gnade Ew. Maj. zu nehmen. Gott, der unsre Bekehrung schon damals im Voraus gesehn, hat auch Ew. Maj. gutthätiges Herz dergestalt gerührt, daß Allerhöchstdieselben vermöge eines unter dem 11. Juni vorigen Jahres eigenhändig unterschriebenen Schreibens nicht nur die von obenerwähntem Herrn Erzbischof von Lemberg in unserer Sache verfertigten Dokumente für giltig erklärt und bekräftigt, sondern uns auch Dero königl. Schutz angedeihn lassen. Unsere feindlichen Mitbrüder aber, so dem in der Höhe lebenden Gotte selbst zuwider sind, haben Solchem gar keinen Gehorsam geleistet, sondern vielmehr immer fortgefahren, uns zu drängen und zu drücken. Doch sind wir gewiß versichert, daß diese wider des Allerhöchsten Absicht und Ew. Maj. gnädigen Willen und Meinung streitenden Mnthwillen, Hartnäckigkeit und Unge- 4*