Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 3-4 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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die wir wegen ihrer unbeschnittenen Herzen mit mancherlei Plage belegt und bisher verworfen wurden, so wie der Ansgang aus der Höhe uns zu besuchen geneigt ist. Wir haben Gott, den Erlöser, den Gesalbten, den König, den Mittler gesucht; da wir aber bisher auf irrigen und fleischlichen Wegen gegangen, ist er fern von uns gewesen. Jetzt aber entdeckt er sich uns selbst, ja er hat sich nach seiner Barmherzigkeit über uns selbst erbarmt. So zornig er auf uns war, um Alles niederzureißen, zu zerstören und zu verwüsten, zu strafen und zu plagen, so gütig und gnädig ist er, Alles wieder aufzubauen und aufzurichten. Nunmehr wird die Stimme des Propheten Jesaia erfüllt, K. 10, 21: „Die übrig blieben sind, die werden sich bekehren, ja die übrig blieben sind von Israel, zu Gott dem Starken", und K. 11 8: ,Ein Säugling wird seine Lust haben am Loch der Otter" Wir glauben, daß Jesus Christus, der ewige Sohn Gottes, von Maria, der Jungfrau, in der Fülle der Zeit geboren, wahrer Gott und Mensch sei, welchen unsere Väter am Stamme des Kreuzes gemartert, daß er sei der wahre, im Gesetz und den Propheten verheißene Messias. Wir glauben an ihn und verkünden diesen Glauben mit dem Munde, Herzen und ganzer Seele. Und da wir diesen Glauben Ew. Exc. bekannt machen, so erklären wir auch alle Lehren des Messias, der zugleich wahrer Gott ist, anzunehmen, verlangen und bitten, daß uns die heilige Taufe, als ein Bad der Wiedergeburt und die uns zu Kindern Gottes macht, möge ertheilt werden. Dieses ist also die Stimme des Friedens und der Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut, die Stimme derer, die da rufen: Betet an den Herrn der Heerschaaren, denn er ist ein guter Herr; er klopft bei uns an, und unser Herz leidet Gewalt vor göttlicher Freude. Ach, wann werden wir dahin kommen, daß wir Gott von Angesicht schauen? Ein Jeder unter uns spreche zu sich.selbst, um eine desto größere Hoffnung in Gott zu haben, daß er werde bekennen sein Heil vor dem Angesicht seines Gottes. Denn so wir nach dem Fleische umhergingen, so würde unser Ruhm in unserem sündlichen Munde nicht schön und angenehm sein. Wir erklären, daß wir nach empfangener Taufe in diesem Glauben leben, unser Blut für denselben vergießen und in der Gemeinschaft der heiligen römischen Kirche und unter dem Gehorsam des römischen