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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 1-2 (1879) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
1-2 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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19 Söhne folgten seinem Beispiele und wurden durch das heilige Sakrament der Taufe in den Schoß der katholischen Kirche ausgenommen; seine zwei Töchter traten in religiöse Orden ein; ein Sohn ist Priester des Herrn. Die Mutter allein, wenn auch eine treue und liebevolle Gattin bis zu seinem Tode, blieb Hebräerin; Gott wollte bis zum Ende den Glauben des alten Rabbiners prüfen. Jetzt ist er seit zwei Jahren todt; der Herr hat ihn zu sich gerufen; als letztes Wort sprach er, indem er die Hand seiner Gattin ergriff: „Im Himmel findest du mich wieder!" Und seine Gattin hat ihn dort wiedergefunden; auf einer jüngst nach Paris unternommenen Reise erfuhren wir, daß diese Frau, schwer krank daniederliegend und dem Tode nahe, sich an die wartende Person mit der Bitte gewendet habe: „Geh', geh' und rufe mir einen Priester; ich will mich taufen lassen und meinen Gatten im Himmel wiederfinden!" Lervegungen unter den polnischen Inden im 18. Jahrhundert. Während der ganzen Zeit, in welcher der Talmud unter den Inden herrschte, ist es immer wieder zu Tage getreten, daß derselbe nun doch nicht die Gemüther auf die Dauer zu befriedigen vermag. Suchen sich jetzt immer wachsende Schaaren von Inden an der modernen Kultur zu sättigen, so waren es früher, in einer religiöseren Zeit, ganz besonders Messiasgedanken, welche auf viele Herzen, denen nun doch einmal das selbstzufriedene und selbstgerechte Judenthum kein wahres Genüge und keinen wahren Frieden bot, einen besonderen Zauber ausübten. Zumal die Juden des Ostens, die unter den Slaven und Muhamedanern dicht gedrängt beisammenwohnten und die am Ehesten Gelegenheit hatten, in ihrer großen Gemeinschaft es zu erfahren, ob das Judenthum den Seinen auch wirklich leiste, was es ihnen leisten zu wollen verspricht, fühlten immer tiefer eine innere Leere. Daher fand die jüdische Geheimlehre, welche voller christlicher Anklänge ist, stets unter ihnen einen weiten Zugang. Selbst die Trübung der christlichen Wahrheit, die uns in jener Geheimlehre entgegentritt, zeigt, einen wie großen und nachhaltigen Eindruck die christlichen Gedanken stets auch auf jüdische Gemüther hervorgebracht haben. In der That, die Anhänger von 2»

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