Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 34 (1878)
- Issue
- 7-8 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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134 ist ein Beweis von der Wahrheit dieser Worte. Schaut aus diesen Fenstern heraus: da leuchten euch die Sieges- und Herrschaftszeichen des Messias Jesus Christus in die Atzgen, von allen Thürmen seht ihr das Kreuz euch entgegenschimmern. Wohin ihr aber sonst auch euren Fuß setzt, ihr findet überall sein Reich, und Millionen, die es euch verkündigen, Christus sei ihr König. So hat er auch stets das Haupt über große Lande zerschmettert: Kaiser und Fürsten, Weise und Gelehrte, die ihm widerstanden, hat er überwunden, und mit frischer Siegeskraft, aus dem Bache am Wege trinkend, beginnt er stets neue Kämpfe. — Darum gebt den Widerstand endlich auf und tretet auch ein in das selige Königreich des Vaters, Sohnes und h. Geistes." Mit dem apostolischen Glaubensbekenntniß, das ich vollständig sprach, schloß ich meine Worte. Man wollte den Kampfplatz nicht ohne Weiteres räumen, aber der Widerstand war nicht mehr ein so zuversichtlicher wie den Tag zuvor. Ein sich besonders klug dünkender Lehrer griff zu kleinen Mitteln. Er srug mich, ob ich Hebräisch verstünde. Ich entgegnete ihm, daß er wohl gesehen, wie ich ein Wenig davon gelernt hätte. „Ein Wenig", erklärte er hierauf, „giebt Ihnen kein Recht, so mit uns zu sprechen." So setzte ich denn hinzu: „An sich ist's wenig, für Sie übrig genug." „Das müssen Sie beweisen", und er legte mir den schweren 73. Psalm vor; ich übersetzte denselben und rief nun desto zuversichtlicher in die Menge hinein: „Er herrscht unter seinen Feinden!" Bei neuen Angriffen erhob sich der klügste von den Anwesenden für mich, und ich konnte ihm den Kampfplatz überlassen; das that ich auch gern. 35. Heloöt sei Jesus Mristus. Um die Mittagszeit stiegen wir den Berg hinan, auf welchem die evangelische Kirche liegt. Wir hatten über den schönen Gruß: „Gelobt sei Jesus Christus" miteinander gesprochen. Himmelfahrtsgedanken im Herzen bewegend sehn wir einen Juden uns nahen, und wir möchten so gern, daß auch er die Freude des Tages mit uns erlebte. Der Mann ist auf allerlei Weise mit der Kirche in Verbindung getreten, als Uhrmacher hat er häufig christliche Gotteshäuser zu betreten Gelegenheit gehabt. Ich wünschte ihm, daß er nicht blos da und dort die Kirche betreten, sondern bleibend in ihr sein Heiligthum finden möchte, und sagte ihm: Der Herr bedürfe