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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 7-8 (1878) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
7-8 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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127 27. Wuntes Allerlei. „Bitte, besuchen Sie doch meinen Bruder in Breslau, er heißt N. N.; ich möchte so gern, daß er auch einmal hörte, was wir gehört haben!" Die Adresse wurde sogleich ausgeschrieben. „Welche Klasse fahren Sie?" höre ich mich angeredet auf der Eisenbahn? „Zweite Klasse." „Darf ich mit Ihnen fahren? Sie haben gestern dem N. dl. so gewaltig den Mund gestopft, daß es mir eine wahre Freude war, und ich möchte nun mit Ihnen weiter über diese Sachen sprechen. Ich werde mir ein Billet vierter Klasse zu dem bereits gelösten der dritten Klasse zutaufen und kann so eine Zeitlang noch bei Ihnen sein." Das ist mir herzlich lieb, bitte, kommen Sie nur — und während der Fahrt hat er dann, während er selbst freilich herzlich wenig besaß, gehört, was ihm noth thut. „Bitte um Vergebung, sind Sie ein Lohekaufmann aus Deutschland?" „Das gerade nicht, aber ein Kaufmann allerdings, ich habe Milch und Wein zu verkaufen, gebe aber beide ohne Geld; wollen Sie diese Waare nicht auch von mir annehmen? meine Bezugsquelle ist Jesaia." Hierauf folgte ein lebhaftes Gespräch. Der Mann wollte an Gott glauben, aber nicht an den Sohn Gottes. Aber warum nicht? wurde ihm entgegnet. „Was für den Einen, spricht für den Andern, was gegen den Einen, gegen den Andern. Sie glauben an Gott trotz aller Gottesleugner; Sie sehen ihn nicht, und doch ist er ihnen etwas Wirkliches, sodaß sie sich denselben von Niemand abstreiten lassen. Aber für die Existenz des Adonai, der nur eine Person sein soll, sind die Juden allein Zeugen, für die Existenz des Vaters Jesu Christi und des Sohnes Gottes hundertmal mehr Zeugen aus allen Völkern." Im Kaffeehause spielen etwa 20 Juden Billard oder Karten. Ich rede einen Unbeschäftigten an, daß ich ihm etwas zu verkündigen hätte, und beginne mit meinem Zeugnisse. Da verlassen alle das Billard und die Karten und stellen sich um mich; ich aber predige ihnen: Gott hat den Menschen sein Größtes verheißen, er selbst wolle dem Tode ein Gift und der Hölle eine Pestilenz sein. Solches Wort aber hat er nicht vergeblich geredet, sondern hat es gehalten. Jesus Christus ist die Auferstehung und das Leben geworden. Tod und Hölle liegen zu seinen Füßen. Derselbe aber hat mich zu euch gesandt, daß ich euch in seinem Namen

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