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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 7-8 (1878) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
7-8 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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ISS gelium bringen wollten, nannte ich einem Kaufmanne den Befehl «nseres Herrn Jesu Christi und die Weisungen des A. T. Wir forderten aber, so wurde hinzugesetzt, den Glauben an Jesum im Namen des A. T. Auf dasselbe habe sich der Heiland selbst berufen, um desselben willen seien ihm die Apostel und die erste Christengemeinde gefolgt, und in diesem Buche erkenne die Kirche noch stets den Grund, auf dem sie erbaut bleiben müsse. Jeremias insbesondere, und wie derselbe vom alten in den neuen Bund zu dem Davidssohne, der Herr heißt, welcher unsere Gerechtigkeit ist, überleite, wurde angeführt, und das brachte wenigstens das Bekenntniß zuwege: „In der That scheinen A. und N. T. aus einem Stamm erwachsen zu sein". Aber freilich folgte nun auch ein Zusatz, und der lautete: „Ich glaube weder an Moses noch an die Propheten. Das sind gescheute Leute gewesen, die aus sich selbst und ihrem Volke etwas machen wollten. Daher haben sie entsprechende Anordnungen getroffen und denselben alsdann den heiligen Mantel von göttlichen Geboten umgethan; Gott selbst ist an allen diesen Gesetzen unschuldig." Mit der Gescheutheit Mosis und der Propheten, wurde ihm aber geantwortet, müßte es recht schlecht gestanden haben, wenn dieselben durch ein derartiges betrügerisches Manoeuvre etwas zu erreichen gesucht hätten; denn ihr Lohn war, daß man sie steinigen wollte, sie schlachtete, zersägte und in Schlammgruben warf. Moses und so mancher Prophet haben es überdem auf alle Weise von sich abzuwenden gewünscht, in ihrem Volke die Stellung einznnehmen, die sie nun doch einnehmen mußten, Moses speciell hat den Aaron vorzuschieben getrachtet; alle diese Männer sind gegen ihren eigenen natürlichen Willen Zeugen eines Höheren geworden. Aber gerade, weil so ihr Wort nicht von ihnen selbst stammt, ist es auch eine unüberwindbare und die einzig unüberwindliche Macht auf Erden geblieben. Alles Uebrige hat nur seine Zeit gehabt — und ich zeigte meinen jüdischen Zuhörern, wie sie ja selbst von ihrem Talmud nichts mehr hielten; ich zeigte ihnen ferner, wie sie, indem sie bei den Propheten vorübergingen, allmählig allen Glauben verlören; ich zeigte ihnen, wie ihnen mit der Verleugnung des Christus, den die Schrift verkündet, auch der Gott, an dem sie 1800 Jahre festgehalten, unter den Händen entschwinde, und wie jetzt in der ganzen Welt das Wort des Apostels Johannes in Erfüllung gehe: „Wer

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