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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 7-8 (1878) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
7-8 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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121 mehr abweisen, daß Gott es durch Mosen dem Menschen zum Gesetze gemacht hat, er solle so heilig und vollkommen wie sein Schöpfer selbst sein, und nun brach Moses auch über ihn den Stab; als ein Verurtheilter und Gerichteter sah er sich plötzlich selbst dastehen. Freilich rief er da aus: „Aber wir können doch nun einmal nicht das sittliche Gesetz ganz vollbringen!" und mit diesem Nichtkönnen versuchte er sich jetzt zu schützen. „Gewiß, wir können es nichtgestand ich ihm zu, aber allein durch unsere eigene Schuld, und so bleibt diese das Letzte." Er schwieg; ich aber durfte noch einmal meinen Mund aufthun und ihm jetzt die wunderbare Botschaft von Jesu verkündigen, welcher unsere Schuld auf sich geladen und uns die Gerechtigkeit erworben hat, die uns mangelt; diese selige Lösung des sonst unlösbaren Räthsels solle er nur auch für sich gelten lassen. Der junge Mann war weich geworden. „Ja das ist mir etwas ganz Neues", bekannte er, und da wir nun am Ziele unserer Fahrt angelangt waren, bat er um meine Adresse, „damit ich weiß, an wen ich mich nöthigenfalls zu wenden habe". 22. I-üße der Wotm auf dm Wergm. In der Bergstadt S. frug ein Jude, was uns denn hierher geführt habe? Die Antwort lautete: Uns habe der Herr gesandt, der von ihm verlange, daß er uns in seinem Namen aufnehme, und daß auch er spräche, wie Jesaia es von allen rechten Israeliten geweissagt habe: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die da Frieden verkündigen u. s. w." Als ein Anderer aber vorschützte, er habe um seines Geschäftes willen keine Zeit, solcher Botschaft nachzudenken, bat ich ihn, gerade um des Geschäftes willen es recht zu thun; denn er werde sonst in jedem Falle bankerott werden. Er sorge ja für seine Existenz und wolle dieselbe bleibend gesichert sehen; wie das aber geschehen könne, vermöchten wir eben ihm zu zeigen; denn wir hätten den Einzigen kennen gelernt, welcher das Leben des Menschen nicht blos für 70 Jahre, sondern für alle Ewigkeit sichert. „Christus allein belohnt die Arbeit des Lebens recht, denn nur er rettet aus dem Grabe heraus und schafft uns also einen bleibenden, unvergänglichen Gewinn von der Mühe unseres Erdendaseins." 23. Wer dm Sohn leugnet, hat auch dm Water nicht. Gefragt, warum wir doch den Juden durchaus das Evan-

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