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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 7-8 (1878) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
7-8 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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11» die Tage der Lust und des Jubilirens dahin. Er fühlte auch den Druck und hätte wohl gern einen Trost, wie ihn die Welt giebt, gehört. Aber den wollten wir ihm am Wenigsten bieten. Ich deckte ihm den ganzen Ernst seiner Lage auf, aber ich sagte ihm auch, daß es einen wahrhaftigen Trost für ihn gebe, und er werde ihn erfahren, wenn er das Wort seines Gottes annehmen wolle, welcher ihm zuruft: „Ich bin der Herr, dein Arzt!" Derselbe aber weise ihn an einen Erlöser, welcher das Werk unserer Heilung unter großer Mühe auf sich genommen habe, denn von ihm stehe geschrieben: „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen u. s. w.", aber: „Wenn er sein Leben * zum Schuldopfer gegeben hat, wird er in die Länge leben und Samen haben". Zu diesem Samen solle auch er nun gehören. — Die Krankheit war hier offenbar unser Mtprediger, und der Leidende fühlte es, daß ein Höherer an seiner Herzensthür anpochte; möchte er sich nie wieder das Ohr gegen dieses Anklopfen verschließen. 20. <Kn fliehender Keld. Auf der Bahnstation G. bespöttelte ein Jude die religionsfreundlichen Aeußerungen eines jungen christlichen Kaufmanns. Da sprang ich dem Letzteren bei,--aber um dafür zunächst nur Hohngelächter von dem Angreifer zu ernten. Derselbe wußte sich gar nicht genug in Spott über lallen Glauben zu ergehen; denn er meinte wohl, das gebühre sich für einen Mann, der wie er Philosophie und Naturwissenschaften studirt habe. Mit diesem Studium sah es aber sehr windig aus. Zunächst, mußte er einige Bekenntnisse moderner Naturforscher und Philosophen hören, welche bezeugen, daß sie doch wesentlich im Dunkeln tappen, und der Materialismus ihnen auch nicht, wie sie es Anfangs gehofft und geglaubt, die Lösung der Räthsel gebracht habe. Dann aber rief ich den Naturforscher und Philosophen aus alter Zeit, König Salomo, welcher Alles durchfragt, welcher auch Alles gekostet und als Herrscher alle Ehren genossen hatte, zum Zeugen auf, und derselbe mußte diesem Sohne seines Volks verkündigen: „Es ist Alles eitel, die Furcht Gottes aber der Weisheit Anfang". Alle Versuche, sich zu schützen, liefen kläglich ab, „der Pfaffe" hatte ihn auf seinem eigenen Gebiete geschlagen, und so floh denn der Held schließlich, um sich schimpfend in einer Ecke zu verbergen. Die übrigen Anwesenden, 8*

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