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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 1-2 (1878) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
1-2 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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14 Menschen und doch wahren Gott bekennen, wollen wir mit der Zeit auch kräftiglich aus der Schrift bessern. Aber es ist zum Anfang zu hart, laß sie zuvor Milch saugen, und auf's erst diesen Menschen Jesus für den rechten Messias erkennen. Darnach sollen sie auch Wein trinken und auch lernen, wie er wahrhaftiger Gott sei. Denn sie sind zu tief und zu lang verführt, daß man muß säuberlich mit ihnen umgehen, als denen cs ist allzusehr eingebildet, daß Gott nicht mög Mensch sein. Darum wär mein Bitt und Rath, daß man säuberlich mit ihnen umging und aus der Schrift sie unterrichtet, so möchten ihrer etliche herbcikommen. Aber nun wir sie nur mit Gewalt treiben und gehn mit Lügendingen um, geben ihnen Schuld, sie müssen Christenblut haben, daß sie stinken, und weiß nicht, was des Narrenwerks mehr ist, daß man sie gleich für Hunde hält. Was sollten wir Guts an ihnen schaffen? Item, daß man ihnen verbeut unter uns zu arbeiten, hantieren und andere menschliche Gemeinschaft zu haben, damit man sie zu wuchern treibt, wie sollt sie das bessern? Will man ihnen helfen, so muß man nicht des Papstes, sondern christlicher Liebe Gesetz an ihnen üben und sie freundlich annehmen, mit lassen werben und arbeiten, damit sie Ursach und Raum gewinnen, bei und um uns zu sein, unser christlich Lehr und Leben zu hören und sehen. Ob Etliche halsstarrig sind, was liegt daran? sind wir doch auch nicht alle gute Christen. Hier will ich diesmal lassen bleiben, bis ich sehe, was ich gewirkt habe. Gott gebe uns allen seine Gnad. Amen." Der Talmud. Augenblicklich ist wieder einmal ein lebhafter Streit zwischen Katholiken insbesondere und Juden über den Talmud ausgebrochen, dessen Satzungen und Bestimmungen ja fast den ganzen Inhalt der jüdischen Religion in der Zeit nach Christo bis zu Mendelssohn ausmachten, und der noch heute hauptsächlich das religiöse Fundament für die der modernen Kultur ferner gebliebenen Juden bildet. Ultramontane Federn haben den Talmud als eine wahre Ausgeburt der Hölle und als einen Lagerort aller Schändlichkeitn und Gehässigkeiten, alles Schmutzes und alles Giftes dargestellt. Dem gegenüber haben merkwürdigerweise gerade solche

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