Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 11-12 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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191 Möge der Herr ihn nun geleiten, bewahren und, zum Segen für Viele in seinem Vaterlande setzen. Wollte Gott, wir hätten noch ein Dutzend solcher Jünglinge, die wir zurücksenden und durch's Land hindurch stationiren könnten^. damit sie durch ihren Wandel und ihr Zeugniß das Licht des Evangelii helle leuchten ließen unter den Abessiniern. Christen und Falascha würden angezogen und für den Herrn gewonnen werden." Das walte Gott! Noch ein Grief des Maschaunsfiormrs Sanbatu. Dschenda, den 26. Nov. 1875. . Dieser Brief ist geschrieben von Sanbatn, möge er gelangen an meinen lieben Vater Martin Flad. Sind Sie, seitdem Sie uns verlassen haben, immer gesund gewesen? Ich denke sehr viel an Sie und bitte unsern Herrn Jesum Christum, den Heiland und Erlöser der Welt, Er wolle Ihnen ein hohes und gesundes Alter schenken und wolle Sie wieder in unser Land führen, damit Sie das hier begonnene Werk vollenden können. O was wäre aus unserm Volke, besonders aber aus uns zum Glauben gekommenen Proselyten geworden, wenn Sie unser Herr Jesus Christus nicht von jenseits der Meere, von Vater, Mutter, Brüdern, Schwestern, Freunden und Bekannten weggeführt und zu uns gebracht hätte! wenn Er Sie nicht berufen hätte, uns, den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel, das Evangelium zu verkündigen, den ganzen Christus, den wahren Glauben, die heil. Sakramente uns zu bringen, durch welche wir Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit empfangen haben! — Wir würden Alle noch, ohne Ihn zu kennen, in der Finsterniß und im Schatten des Todes sitzen. Nun aber, dem Herrn zum Preise und zu Seiner Ehre darf ich es sagen, ist durch Ihre Bemühung und das Opfer der Missionsfreunde Jesus Christus, das Licht der Welt, in vielen Herzen aufgegangen. Klein und Groß reden unter einander von dem, was der Herr an uns gethan hat; sie reden von Gott und Seinem Wort, von Seiner Liebe und Barmherzigkeit, die sich uns in Jesu geoffenbart hat. Lauter Dinge, die uns früher unbekannt waren; ein neues Leben wurde durch die Wiedergeburt in uns gezeugt. Für dieses große Wunder Seiner Liebe beten wir Gott an und bitten miteinander, Er wolle Ihnen und allen Missionsfreunden, die mit Gebet und Gaben Helfer waren, einen reichen Antheil an Seinen himmlischen Gnadengütern geben. Was mich betrifft, bin ich, Gott Lob, gesund. Mein Augenleiden ist, seitdem ich von Europa zurück bin, nie wiedergekommen; doch darf ich mit Lesen und Schreiben nicht allzu anstrengend arbeiten, sonst entzünden sich die Augen. Von einer bösen Halskrankheit, an der Viele starben, hat mich der Herr aus Gnaden gesund werden lassen.