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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 9-10 (1877) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
9-10 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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135 Christum an, der Andre Jehova, und wahrscheinlich würde, wenn es ein Jenseits gebe, dies Beide zu demselben geheimnißvollen Ziele führen. Bei der Einschiffung übergab ihm sein Vetter die Adresse des Miss. Stern und drang in ihn, wenn er nach London käme, denselben zu besuchen. Die sanguinischen Hoffnungen, die er gehegt, daß er in London ohne Schwierigkeit eine Anstellung finden würde, erwiesen sich als traurige Einbildung. Versprechungen hatte er in Menge, aber sie waren nicht geeignet, ihm viel Vertrauen einznflößen. In seinem trüben Gemüthszustande dachte er daran, den Missionar zu besuchen und zuzusehn, was für einen Rath ihm dieser geben würde. Während einer kurzen Unterhaltung erwähnte er. wie zufällig, daß er mit Frau und Kind in einem sehr theuren Gasthofe nahe bei Easton Square wohne, wo die täglichen Ausgaben, selbst bei der größten Sparsamkeit, die spärlichen ihm noch verbliebenen Mittel reißend schnell verringerten. Auf Miss. Sterns Rath nahm er eine andere Wohnung nahe dem Viktoria-Park. Die Noth und die Drangsale hatten den Stolz ihres hartnäckigen Herzens gebrochen, und der Mann wie die Frau hörten niit Freuden die Wahrheit, welche sie in den Tagen ihres Wohlergehens verachtet haben würden. Sie lasen nun mit Aufmerksamkeit das Wort Gottes und wohnten auch, auf ihr ausdrückliches Verlangen hin, dem täglichen religiösen Unterrichte bei. Allmählig lichtete sich der Vorhang, der vor ihren Herzen war, und Beide erkannten in dem Gott der Christen nicht blos einen allmächtigen Schöpfer und Vater Aller, sondern auch einen gnädigen und mitleidigen Heiland, der uns von unserer Sünde erlöst und das Gnadenthor jedem Gläubigen öffnet. Wenige Monate vor ihrer Aufnahme in die Gemeinde Christi wurde der ständige Posten eines Schreibers in dem Geschäfte einer großen Gesellschaft frei. Durch die Bemühungen eines andern getauften Juden wurde die Stelle unserem A. gegeben. Sein Gehalt, im Anfänge nur klein, wurde bald erhöht; und nun lebt diese hart geprüfte Familie in sehr guten Umständen, dankbar gegen den gütigen Geber alles Guten für seine zeitlichen und vor Allem für seine geistlichen Wohlthaten, die er ihnen so reichlich erwiesen. Das sind denn einige Zeugnisse aus London. Auch Miss. Wolkcnberg in Manchester hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Er schreibt: „Es ist eine der besonderen Eigenthümlichkeiten unserer

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