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Dibre Emeth · 1877-01-01 · 7-8 (1877) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
33 (1877)
Issue
7-8 (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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123 des Sohnes und von der Gemeinschaft des heiligen Geistes redet. Sein Lehrmeister aber ist die Schrift gewesen, welche ihm der Urheber und der Ausleger der Bibel, der heilige Geist, gedeutet hat; der hat ihm Augen und Ohren und Sinne und Herz und Geist und Gemüth aufgeschlossen, daß ihm nun durch alle dieselben die Lebensströme wie durch geöffnete Pforten entgcgenrauschen. Der Geist hat ihm gesagt, was des Geistes Sinn sei. Wer Weisheit lernen will, der nehme dies Buch zur Hand; es wird ihn nicht gereuen. (Berlin, 1877. Verlag des Goßner'schen Missions-Vereins, Potsdamer Straße 31. Preis 1 Mk. 20 Pf.) Jerusalem. Ein jüdischer Arzt, Or. B. Neumann, der Jahre lang in Jerusalem gewirkt hat, beschreibt uns die Stadt und ihre Bewohner auf's Genaueste, wenngleich vom Parteistandpunkte aus sie beurtheilend. Am meisten interessirt uns, was er über die jüdischen Bewohner des Landes und der h. Stadt sagt. Ganz Palästina zählt jetzt 25000 Juden, von denen 13000 in Jerusalem wohnen, 8000 in Safet, 2500 in Liberias, 800 in Hebron, 600 in Jaffa. Die Juden Jerusalems zerfallen hauptsächlich in Sephardim und Aschkenasim. Die aus Tunis, Algier und Marokko eingewanderten, so wie die seit Alters in Jerusalem ansässigen Juden heißen Moriskos und sprechen Arabisch. Alle einst aus Spanien und Portugal vertriebenen Juden werden Sephardim genannt. Die in Palästina angesiedelten sind dorthin aus der europäischcu und asiatischen Türkei, Egypten, Persien und Indien gekommen; dieselben sprechen noch heute Spanisch. In Jerusalem wohnen 7000 derselben und sie bilden dort die Hauptgemeinde. An ihrer Spitze steht der Chacham Baschi oder Oberrabbi, der von den übrigen Chachamim gewählt und vom Sultan bestätigt wird. Ihm zur Seite steht ein Rabbiner-Kollegium von 80 Personen. 3 derselben bilden, monatlich abwechselnd, mit dem Oberrabbi vereint ein Gericht, welches in religiösen und juristischen Auge-

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