Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 7-8 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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ns günstige Verbreitungen nicht so weit hat herrschen lassen, daß der milde Behtrag dadurch wäre gänzlich gehemmet worden. Ich muß zum Preiße Gottes sagen: daß wenn ich von einigen Orten, da sonst zu des seligen D. Callenbergs Zeiten milde Wohlthaten angckommen waren, dieselben vergeblich erwartete, und deshalb bey der vielen Ausgabe in einige Bekümmernis gesetzet wurde, so hat der HErr ans andern Orten Wohlthäter erwecket, daß ich solche Beyträge erhielte, dadurch auf einmal meiner Sorge entledigt worden bin. §•5. Man pfleget gemeiniglich zu fragen, was doch bei den Juden ausgerichtet würde? Auch hierauf können des seligen D. Callenbergs Berichte mit 16 Fortsetzungen, Relation in 30 Stücken, Christliche Bereisung der Juden-Oerter, welche zusammen nebst dem Register 8 ordentliche Octav-Bände ausmachen: wie auch meine bisher herausgegebene zwey und noch folgende Stücke der Fernern Nachricht mit mehrerem antworten. Indessen will ich nur kürzlich folgendes anzeigen. Erstlich: Es sind von denen bey der Anstalt gedruckten Büchern, sowol des neuen Testaments, als auch anderer zur Ueberzeugung der Juden dienenden Tractätlein, von dem Anfänge des Jnstituti bis anjetzo, mehr denn drehßig tausend Stück unter dieses Volk vertheilet worden; welche viele mit Begierde und gutem Willen angenommen haben. Und obgleich manche hernach solche Büchlein ungelesen gelassen, zerrissen, auch wol gar vcrbrandt haben: so hindert doch dieses den Lauf des Evangelii nicht. Zweitens: Die Juden haben sich fast durchgängig mit denen reisenden Mitarbeitern in willige, und grossentheils ausführliche Gespräche eingelassen; bey welcher Gelegenheit ihnen zugleich die Furcht für der Geistlichkeit, sonderlich der protestantischen Kirchen, dergestalt benommen worden, daß sie sich mehr und mehr mit Diesen in vertrauliche Unterredung einlassen. Und das ist der Saame, der in den jüdischen Acker ausgestreuet wird. Drittens: Es sind auch hin und wieder einzelne Personen, auch ganze Familien zu finden, welche durch diese Anstalt zuerst erwecket, in der christlichen Lehre unterrichtet und getauft worden; ja man fönte bey nicht gar mühsamer Nachrechnung die Zahl derselbigen wenigstens auf tausend Personen setzen. Daß unter solchen Proselyten aus dem Judenthum manche nach erlangter Taufe in