Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 7-8 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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117 §. 6. Die reisenden Mitarbeiter haben, wo sie hinkommen, ihre Beschäftigung bei denen Inden. Die Methode, deren sie sich, die Inden zn bearbeiten, bedienen, anzuzeigen, leidet der Zweck einer kurzgefaßten Nachricht nicht. Man kann solche in den Auszügen ihrer Tagebücher mit mehrerem lesen. Indessen nur die Rubriquen gleichsam anzuführen, so wird nach gegebener Gelegenheit entweder kürzer und weitlänftiger, der Discours also geführct, daß man erstlich mit dem Juden von seiner gegenwärtigen Beschaffenheit redet, entweder von seinem leiblich elenden, oder wenn er wohlhabend ist, von seinem sehr unvollkommenen Glückszustande. Sodann führet man ihn zweitens aus die Ursachen solcher Unvollkommenheiten, nemlich die Abgeschiedenheit von GOtt, darinnen alle Menschen von Natur stecken. Hierauf drittens gehet nian insonderheit auf das Verderben des Volkes Israel, und zeiget, daß die Ursache ihrer jetzigen Noth nicht die Gottlosigkeit, die sie mit andern Menschen gemein haben, auch nicht die Abgötterey, die sie ehedem besonders trieben, sondern eigentlich die Verwerfung des Meßiä sey. Und hiermit kommt man viertens auf des Meßiä Versöhnungsamt, seine Person und die Zeit, da er hat sollen und müssen da sehn. Endlich werden einige Stücke von denen weitern Geheimnissen unserer heiligen Religion abgehandelt. Vielleicht giebt GOtt Gelegenheit und Zeit, daß von dieser Sache ein ausführlicher Tractat kann abgefaßt werden. §. 3. Was den Fond dieser Anstalt betrift: so beruhet derselbige wie vou dem ersten Anfang, also auch bisher, auf der Vorsehung des Allerhöchsten, der da spricht: Alles Gold und Silber ist mein. Hagg. 2. Diese gnädige Vorsehung des HErrn hat auch über dieser Anstalt nunmehro an die 36 Jahre also gewaltet, daß dabey weder Ueberfluß gewesen, noch auch über allzngrossen Mangel hat dürfen geklaget werden; dergestalt, daß wenn man zuweilen nicht gewußt hat, wo man etwas hernehmen solle, diese oder jene Unkosten zu bestreiten, ohnvermuthet ein solcher Behtrag gekommen ist, dadurch die Besorglichkeit gehoben worden. Unter denen vielen Proben der besondcrn Vorsehung GOttes über diese Anstalt will nur einen Umstand anführen, der sich zu des sel. v. Callenbergs Zeiten zutrug. Ich und mein sel. Manitius, dessen oben gedacht